Der Fitness auf der Spur, Teil 7: Fitnessarmband Jawbone UP im Test

Jawbone UP 13Im achten Teil unserer großen Fitnessreihe „Der Fitness auf der Spur“ will ich euch heute das Fitnessarmband „UP“ von Jawbone vorstellen. Im folgenden Testbericht erfahrt ihr, was das UP so kann, wofür es erdacht wurde und was die eventuellen Nachteile sind.

Ist das UP das Geld wert? Wie schlägt es sich im Vergleich zum alten Hasen, dem Nike+ Fuelband? Das, Videoreviews und einige Infos mehr gibt’s im folgenden Artikel nachzulesen!

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des UP ist ausgesprochen hochwertig und hübsch. Ein klarer Kunststoffquader stellt das Armband perfekt zur Schau, ein Kartonschuber gibt Aufschluss über die Features des UP. So wird z.B. damit geworben, dass das UP nicht nur die Bewegungen, sondern auch den Schlaf aufzeichnen kann und über das System (die App) auch Mahlzeiten erfasst werden können.

Jawbone UP 3

Entfernen wir den Kartonschuber so bekommen wir einerseits gleich Tips zur Inbetriebnahme andererseits endlich Zugriff auf das Armband. In einem schwarzen Schächtelchen finden wir ein Booklet, welches unmissverständlich zu verstehen gibt, dass ohne die UP-App mal gar nix läuft. So weit, so gut. Unter dem Booklet finden wir nun noch ein minimalistisches USB Ladekabel. Das war’s.

Weiteres Zubehör wird nicht mitgeliefert, es wird auch sonst nichts benötigt. Nun ja, nichts, außer der Jawbone App für das UP. So schön und hochwertig die Verpackung auch ist, sie ist leider nicht umweltfreundlich, was irgendwie schade ist.

UP by Jawbone - Aufzeichnen mit UP Move™, UP24™ (AppStore Link) UP by Jawbone - Aufzeichnen mit UP Move™, UP24™
Hersteller: Aliphcom, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

Inbetriebnahme

Durchdacht und einfach. Ist die App installiert, so muss lediglich „ich trage ein UP“ ausgewählt werden, das Armband am Kopfhöreranschluss (ja, Kopfhöreranschluss) des Handys angesteckt werden, und schon kann’s los gehen. Doch Vorsicht: Nicht alle Geräte sind kompatibel. Während man in der Apple Welt kaum Probleme hat, sollte man unter Android zunächst Jawbones Kompatibilitätsseite zu Rate ziehen. (UP App im Play Store)

Nun müssen noch einige Basisdaten wie Geschlecht, Gewicht, Größe und Geburtsdatum eingegeben werden. Dies ist durchaus üblich, schließlich muß anhand Gewicht, Körpergröße und Alter später der Kalorienverbrauch errechnet werden. Ist die erste Synchronisation mit dem Band abgeschlossen (während der Synchronisation wird übrigens ein hübscher Fortschrittsbalken sowie der Ladezustand des Bandes angezeigt) sollte man das Band zunächst voll laden. Danach hält der Akku für bis zu 10 Tage (mehr dazu später).

Die Hardware

Als Randnotiz sollte man hier erwähnen, dass wir hier auf die zweite Generation des UP blicken. Die erste Generation hatte leider diverse kleinere Konstruktionsmängel und wurde von Jawbone recht rasch wieder vom Markt genommen. Mit der hier getesteten zweiten Generation hat Jawbone viele Verbesserungen einfließen lassen. Das neue UP ist flexibler, robuster und endlich dicht genug, um mit zum Duschen genommen werden zu können.

Während meines Tests war das UP stets ein treuer Begleiter. Flexibel und robust hat es mich 24h pro Tag begleitet, Schlaf- und aktive Phasen aufgezeichnet und wurde weder beim Sport noch beim Duschen abgenommen. Lediglich mit in die Badewanne durfte es nicht. Das UP hat alle Anforderungen hier genau so gut wie z.B. auch das Nike+ Fuelband erfüllt, war dabei aber angenehmer, leichter sowie passgenauer zu tragen und dank der höheren Flexibilität einfach rundum noch einen Tick besser.

Punkteabzug gibt’s aber für die notwendige Steckverbindung mit dem Smartphone oder iPod. Es ist einfach unpraktisch, für jede Synchronisation das Band vom Handgelenk nehmen zu müssen, egal, wie zuverlässig die Synchronisation auch ablaufen mag. Dass eine Synchronisation einfach und zuverlässig auch über Bluetooth funktioniert, zeigt das Nike+ Fuelband. Ich hätte gerne ein zwei Tage Akkulaufzeit weniger anstatt auf die drahtlose Synchronisation komplett verzichten zu müssen.

Jawbone UP connected

Als wiederum generell ausgesprochen positiv zu bewerten ist das „offene“ Design des UP. Es weist nicht wie z.B. Nikes Fuelband einen festen Verschluss auf sondern passt sich flexibel dem Handgelenk an. So wird vermieden, dass es vielleicht frühmorgens, wenn der Körper wieder frisch im Saft steht, zu eng am Handgelenk liegt oder z.B. beim Training im Fitnessstudio als störend empfunden wird. Die Verschlusskappe sitzt ausreichend fest und verselbständigte sich im Test kein einziges Mal. Wenn es doch passieren sollte, so kann die Kappe, ebenso wie das Ladekabel, im Jawbone Store nachbestellt werden. Ob der Jawbone Store auch nach Deutschland oder Österreich liefert, konnten wir aber mangels Anwendungsfall nicht testen. Wenn ihr hier Erfahrungen habt, wäre es toll, sie in den Kommentaren unten zu teilen!

Letzter Punkt des Kapitels „Hardware“ sind die Anzeigen des UP. Hier finden wir am anderen Ende (also nicht jenem der Verschlusskappe) zwei LED Anzeigen in Form einer Sonne und eineres Mondes sowie eine einzelne Taste. Über selbige lassen sich die diversen Funktionen ansteuern. Dies geschieht über verschiedene Tastendrücke. Langes gedrückt halten z.B. wechselt zwischen Wach- und Schlafmodus, einmal kurz und einmal lange drücken startet die Stoppuhr usw. All dies ist aber genau in der Jawbone App unter „Hilfe“ dargestellt (und auch in obiger Videoreview zu sehen).

Das UP ist übrigens in drei Größen erhältlich, also unbedingt VOR der Bestellung bzw. dem Kauf das Handgelenk (Umfang) vermessen:

  • 14-15,5 cm -> grösse S
  • 15,5 – 18 cm -> grösse M
  • 18 – 20 cm -> grösse L

Die Funktionen der App

Glänzend prangt der Schriftzug „Know yourself, live better“ (kenne dich selbst, lebe besser) auf der Verpackung. Ist da was dran? Nun, grundsätzlich ja. Natürlich kommt es auf jeden Einzelnen an, ob er auf diese Art der Motivation „anspringt“. Die hardcore-couch-potatos unter uns wird auch das UP kaum dazu überreden können, sich mehr zu bewegen oder jedes Bonbon penibel zu erfassen. Diejenigen jedoch, die gute Vorsätze haben und vielleicht nur einen kleinen Anstoß brauchen, um etwas mehr auf Bewegung und Ernährung zu achten, dürften das UP aber schätzen lernen.

Bewegungserfassung

Jawbone verbaut im UP einen Bewegungsensor von Motion X. Dieser Sensor erkennt anhand mehr oder minder intelligenter Algorithmen, welche Bewegungen der Träger ausführt und errechnet so Schritte, zurückgelegte Strecken und die generelle Aktivität. Zusätzlich kann das UP über den Vibrationsmotor dazu verwendet werden, in regelmäßigen Abständen bei „Faulheitsanfällen“ auf sich aufmerksam zu machen. Grundsätzlich erscheinen die Aufgezeichneten Daten durchaus schlüssig und decken sich weitestgehend mit jenen des Nike+ Fuelbands, wenngleich das Fuelband viel mehr unnütze und nicht relevante Bewegungen aufzeichnet.

Jawbone UP App 7

Das UP kann aber noch mehr: Einerseits lässt es sich über eine etwas eigenartig bezeichnete „Stoppuhr“ kalibrieren. Hierzu wird die Funktion aktiviert und dann z.B. eine kleine Strecke zurückgelegt. Danach sagt man dem Armband welche Strecke man zurückgelegt hat und Tätigkeit man durchgeführt hat. So können auch Läufe oder zur Not auch Radtouren mehr oder minder genau erfasst werden.

Schlaferfassung

Durch einen längeren Druck auf die Taste wird das UP in den Schlafaufzeichnungsmodus versetzt. Hierbei reagiert es empfindlicher auf Bewegungen und versucht so zwischen Wach-, Leicht- und Tiefschlafphasen zu unterscheiden und so dem Nutzer ein Blick in den Schlaf z.B. Abhängig von der vorangegangenen Tagesverfassung udgl. zu bieten. Dass dies natürlich kein „echtes“ Schlaflabor ersetzen kann, ist klar. Eine schöne Übersicht, wie ruhig (oder unruhig) die Nacht war und ob man tendenziell eher zu wenig oder zu viel schläft vermag das UP aber durchaus darzustellen.

Nahrungsaufzeichnung

Eine ausgesprochen schöne und willkommene Funktion der UP App ist die Nährwerterfassung. Hierbei wird man von einer durchaus umfangreichen Datenbank an Produkten unterstützt. Meine geliebten Toffifee wurden ebenso wie der leichte Putenschinken oder das Knäckebrot erkannt. Vorbildlich. Die Auswahl über Produktkathegorie ist aber allenfalls „hübsch“ – leider aber manchmal weniger praktikabel. Viel besser ist hier der Strichcode Scanner. Sehr viele der von mir vor die iPhone Linse gehaltenen Produkte wurden anstandslos erkannt und es war so sehr einfach, die Kalorien zu erfassen.

Jawbone UP App 8

Besonders schön: Es werden nicht nur Kalorien erfasst sondern auch dargestellt, wieviel Prozent der empfohlenen Tagesdosis von z.B. Fetten oder auch Kohlenhydraten man bisher zu sich genommen hat. So hätte man die Möglichkeit z.B. das Abendessen in die richtige Richtung zu lenken, sollte man über den Tag etwas über die Strenge geschlagen haben.

Akkulaufzeit & Ladezeit

Jawbone bewirbt das UP mit einer Laufzeit von bis zu 10 Tagen je Ladung. Ganz kommen wir da nicht hin, im Test hielt das UP aber im Schnitt immer 7-8 Tage durch was ebenfalls ein ausgesprochen guter Wert ist. Es ist einfach praktisch zu wissen, dass man sich auch beim Kurzurlaub keine Sorgen machen muss, dass das UP eventuell ohne Strom dastehen könnte.

Das Laden wiederum geht relativ schnell von statten. In 1-2 Stunden, je nach Ladezustand, war in meinem Fall das UP wieder voll geladen. Sehr erfreulich ist auch, dass bei der Synchronisation der Ladezustand angezeigt wird, und nicht, wie z.B. beim Fuelband man umständlich sich durch Menüs hangeln muss, um den Ladezustand des Geräts abzurufen.

Zusatzfunktionen der App

Lebenslinie

Die Lebenslinie fungiert quasi als Verlaufsansicht der Aktivitäten. Fortlaufend werden auf der Zeitachse Schlaf- und Aktivätsphasen dargestellt. Eingetragene Mahlzeiten werden ebenso illustriert wie auch Gemütszustände, sofern man diese eingegeben hatte.

Jawbone UP App

Trends

Je länger man das UP nutzt, desto aussagekräftiger sind die „Trends“. Es kann eine Tages-, Wochen- sowie Monatsansicht gewählt werden und übersichtlich Daten wie Schlafdauer, gezählte Schritte, Entfernungen oder auch die aktive Zeit, die Tiefschlafzeit usw.  usf. in Form von Balken dargestellt werden.

Team

Weshalb Jawbone „Freunde“ nun in „Team“ umbenennt muss ich nicht unbedingt verstehen. Grundsätzlich ist hier aber das Selbe gemeint. Über Autorisierung der Kontakte, des Facebook und/oder Twitter Kontos können Freunde und Bekannte die ebenfalls ein UP verwenden aufgespürt werden und deren Fortschritte, sofern freigegeben, betrachtet und verglichen werden. Standard gemäß sehen die Freunde Teammitglieder sogar was man isst und können anerkennend oder ermahnend Kommentare und Smileys abgeben.

Jawbone UP App (1)

Schön gelöst ist hier, dass die Teammitglieder nach verschiedenen Kriterien (z.B. nach Gesamtwertung, bester bei Bewegung, bester beim Schlafen oder auch manuell) sortiert werden können und die betreffenden Werte auch übersichtlich rechts neben dem Namen angezeigt werden.

Zusatzapps

Das UP ist schon fast ein Sozialarbeiter 😉 Nicht nur kommuniziert es über die App mit Facebook und Twitter, nein, es integriert auch populäre Dienste wie z.B. Withings oder auch Runkeeper. Stelle ich mich beispielsweise frühmorgens auf die Withings Wifi Waage so wird mein Gewicht auch in der Jawbone UP App angezeigt und Freunde (oder Feinde ;-)) können ihren Senf dazu geben. Selbiges gilt für z.B. über Runkeeper aufgezeichnete Aktivitäten. Zum Zeitpunkt dieses Testberichts gibt es folgende Apps in der Galerie: Runkeeper, MyFitnessPal, MapMyFitness, IFTTT, Withings, Wello, Notch, Sleepio und Lose It!

Intelligente Alarme

Das UP soll ja auch die Schlafphasen erkennen können. Natürlich kann ohne ein Westentaschen-Schlaflabor kaum jemand von sich behaupten die Daten des UP hinsichtlich leichtem und tiefem Schlaf verifizieren zu können. Dennoch: Über intelligente Alarme (die übrigens auch individuell nach Wochentagen eingerichtet werden können) will das UP so in einem definierten Zeitraum den Träger exakt dann wecken, wenn er sich in einer leichten Schlafphase befindet… das funktionierte im Test relativ gut, aber nicht immer fehlerfrei.

Jawbone UP App (2)

Warnung bei Inaktivität

Über die Vibrationsfunktion kann das UP, sollte man einen gewissen Zeitraum inaktiv sein (also nicht umherlaufen) den Nutzer daran erinnern, sich doch bitte einmal wieder zu erheben. Nett, aber nicht wirklich notwendig.

Nickerchen

Eine von mir nicht getestete Funktion ist die des Nickerchens. Im Grund ein Timer der 27-45 Minuten Laufzeit hat welche sich wiederum nach den Schlafphasen richtet. Für mich nicht testbar da ich nonstop „am Schaffen“ bin und tagsüber einfach nicht schlafen kann. Das Konzept selbst liest sich aber ausgezeichnet.

Training & Kalibrierung

Neben der manuellen Erfassung der Schlafdauer bietet das UP auch noch die Möglichkeit, Trainingseinheiten manuell aufzuzeichnen. So kann zwischen gehen, Gewicht heben, rennen, crosstraining, wandern, kardio, radfahren, Yoga, Ergometer und noch einigen anderen Übungen unterschieden werden und diese dann inklusive Anstrengungsgrad sowie Startzeit und Dauer erfasst werden. Praktisch!

Wer einmal kurz die Taste am Band drückt und sie gleich darauf nochmals etwas länger gedrückt hält, wechselt in den Stoppuhr-Modus. Etwas unglücklich bezeichnet ist dies nichts anderes als ein „eigener“ zeitlich vom restlichen Tag abgegrenzter Aktivitätsbereich. Gehe ich z.b. joggen kann ich diesen Modus aktivieren um so später dieser Tätigkeit weitere Daten gesondert hinzuzufügen. Ein Lauf oder auch Spaziergang kann weiters zur Kalibrierung verwendet werden. Seltsamerweise hatte das UP aber hier für eine Strecke von einem Kilometer in meinem Fall gerade mal 544m aufgezeichnet. Ärgerlich, dass danach nicht 1km eingegeben werden konnte, sondern lediglich maximal 800m. Warum eigentlich?

Vergleich mit Nikes Fuelband

Wie unterscheidet sich nun grundsätzlich das UP von Nikes Fuelband? Nun, einerseits zählt das UP als Aktivität nur Schritte. Den Teig vom Applepie mit dem UP am Handgelenk auszurollen führt hier selten zu extrem erhöhter Aktivität. Pluspunkt für’s UP.

Auch punktet das UP durch den Vibratormotor mit dem es auf sich aufmerksam machen kann. Weitere Pluspunkte sammelt das UP durch die höhere Flexibilität des Bandes an sich sowie des geringeren Gewichts bei gleichzeitig höherer Akkulaufzeit und genauerer Akkustandsanzeige (das Fuelband  zeigt ja nur „full, medium und low“ an).

Das Fuelband wiederum verbucht das Display inklusive Zeitanzeige sowie die Bluetooth-Synchronisation auf seiner Plusseite, lässt aber wiederum Federn weil Nikes „Fuel“-System anderen Apps und Datenlieferanten vollkommen verschlossen gegenüber steht.

Sollte man aber nun das Fuelband oder das UP kaufen? Kommt darauf an… wer viel Wert auf die jederzeit abrufbare visuelle Darstellung des Punktestandes (oder der Schritt-/Kalorien Zahl sowie der Uhrzeit) legt, kommt am Fuelband kaum vorbei. Zudem ist es perfekt ins Nike Ökosystem integriert und macht speziell mit anderen Nike Produkten (Sportwatch, Nike Running etc.) Spaß.

Das UP wiederum ist der bessere Alltagsbegleiter. Jawbone lässt dem Nutzer die Freiheit, seine Daten zu exportieren und ist zudem schon jetzt mit einer Vielzahl unterschiedlicher und teils bekannter Apps gut verbandelt (z.B. Runkeeper, IFTTT, Withings). Weiters ist die UP-App optisch schöner aufgebaut und durch die Möglichkeit auch Mahlzeiten aufzzueichnen der Fuelband-App weit voraus.

Fazit

Jawbone könnte mit dem UP einen Volltreffer gelandet haben. Nicht nur ist es ca. 30€ günstiger als z.B. Nikes Fuelband, die Funktionen, die über die Jawbone App zur Verfügung gestellt werden sind umfangreicher und durchdachter als bei der Konkurrenz. Sowol Schlaf- als auch Aktivitätsaufzeichnung funktionieren zuverlässig, die Nahrungsmittelaufzeichnung ist vorbildlich gelöst, hier könnte sich Konkurrent Fitbit ein Scheibchen abschneiden. Zudem ist das Band robust und zugleich flexibler als das Fuelband, ist aber durch den Formfaktor „Armband“ eher immer dabei als es ein separater Activitytracker je sein wird.

Für die dritte Generation des UP würde ich mir zumindest ein paar LEDs zur etwas besseren Statusanzeige wünschen sowie eine Synchronisation über Bluetooth Smart. Der Rest ist ja schon fast perfekt.

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Nachtrag 28.08.2013 – R.I.P UP

Vier Monate hat mich das UP begleitet. Täglich. Ohne Pause. Nun ist es defekt und verliert seine Ladung gänzlich binnen 2 Stunden. Das Internet zeigt leider mittlerweile deutlich auf, dass viele UP Nutzer von diesem Problem geplagt sind. Ein zweites UP Band war hier im Haushalt schon nach 2 Monaten defekt – selber Fehler.

Wenn wenigstens der Support auf Zack gewesen wäre und schnell die defekten Geräte getauscht hätte… leider auch hier Enttäuschung. Seit einem Monat bereits kein Ersatz für das schwarze Band zu liefern; beim blauen scheint es etwas flotter zu gehen; dennoch: teilweise musste fast eine Woche auf irgend eine Antwort des Supports gewartet werden. Ein weltweit agierendes Unternehmen wie Jawbone MUSS neben haltbaren robusten Produkten in diesem Preisbereich auch guten Support bieten.

Leider muss ich also meinen so positiven Eindruck zum Jawbone UP revidieren und kann keine Empfehlung mehr aussprechen.

Nachtrag 05.05.2014 – Ein UP hält durch

Unser schwarzes UP wurde ja von Jawbone, wie bereits erwähnt, ausgetauscht. Dieses Band hält nun bereits über 9 Monate im täglichen Gebrauch in unserem Haushalt durch und zeigt bislang keinerlei Schwächen. Das macht etwas Hoffnung, dass Jawbone eventuell die Probleme mit den Akkus doch in den Griff bekommen haben könnte… Hoffen wir das Beste.

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41 Antworten auf „Der Fitness auf der Spur, Teil 7: Fitnessarmband Jawbone UP im Test“

  1. Seit Tag 1 bin ich Nutzer des Jawbone Up und war auch von der Rückrufaktion der ersten Generation betroffen. Seit Februar trage ich nun die zweite Generation jeden Tag und jede Nacht bei alles Aktionen, bis auf das Schwimmtraining.
    Für mich ist die Aktivitätsaufzeichnung als sportlich aktiver Mensch lediglich ein Gimmick und ich nutze Hauptsächlich die Schlaffunktionen des Armbandes:
    Tatsächlich weckt mich das Armband durch stilles vibrieren meist etwas vor dem eingestellten Wecktermin und ich fühle mich ausgeruht und nicht aus dem Schlaf gerissen. Nicht „noch 10 Minuten“ liegen zu bleiben und eventuell wieder einzuschlafen verlangt aber durchaus Disziplin ab. Auch motiviert mich die Anzeige der Schlafdauer, rechtzeitig ins Bett zu gehen, um mit 7.20h einen gesunden Schlaf zu haben. Und sollten die Nächte mal länger gewesen sein, bin ich von der PowerNap-Funktion absolut begeistert. Es ist ein gutes Gefühl, sich bei Müdigkeit am Tage ins Bett legen und wissen zu können, dass man durch gezieltes Wecken nach ca. 30-45 Minuten (je nachdem, wie lange es brauchte, zur Ruhe zu kommen) nicht zu viel Zeit des Tages verschläft und danach wieder richtig fit zu sein.

    1. Da hast du vollkommen recht! Ich mach‘ zwar auch regelmäßig Sport, für mich ist aber grad die Motivation durch die Anzeige der gemachten Schritte durchaus gut! Dafür funktioniert, wie ja im Artikel erwähnt, leider Powernap für mich nicht, da ich einfach unter Tags nicht schlafen kann 🙂

  2. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der kaufentscheidend war. Das Up hat mich nicht enttäuscht, einzig der Eingabe der Ernahrungs-Infos finde ich in der (Android) App etwas mühsam.

    1. Da hast du voll und ganz recht; mir ist auch nicht verständlich weshalb auf Android einerseits alle deutschen Produkte irgendwie zu fehlen scheinen und warum man hier plötzlich mehr Klicks benötigt als auf iOS…

      Und danke für das Lob 🙂

  3. Mit heute liegen die ersten 7Tage mit dem UP hinter mir und
    ich muss sagen:

    es hat schon was 😉

    Anfangs war ich, durch diverse Aussagen im Netz etwas
    verunsichert, aber, motiviert durch Deine doch recht positive Bewertung habe
    ich mich aufgemacht um mir das UP zu holen und bis jetzt hab ich`s nicht bereut.
    Das Band trägt sich sehr angenehm, die Synchronisation verläuft einwandfrei,
    das Handling der App und der einzelnen Punkte ist eigentlich recht easy und geht
    fast selbsterklärend von der Hand, die Nahrungsmitteleingabe braucht eben etwas
    Zeit, aber na gut, damit kann ich leben. Die Stoppuhrfunktion ist, nett, aber
    da ich beim Laufen eine Pulsuhr verwende, nicht zwingend notwendig. Den meisten
    Sinn macht für mich, neben dem Motivationsschub J
    die Weckfunktion inklusive Schlaftracking, die, zugegeben: ich war skeptisch,
    wirklich funktionier!!

    Abschließend kann ich sagen: Für mich persönlich hat sich der Kauf ausgezahlt.

      1. Danke, freu mich, dazu zu gehören 🙂 Wie lange verwendest Du es jetzt? Hast Du schon „Ermüdungserscheinungen“ im Material feststellen können?

        1. 2 Monate mittlerweile. 24/7 am Arm. Keinerlei Abnutzungs- oder Ermüdungserscheinungen am UP. Nur das Metallteilchen auf der Abdeckkappe vom Stecker hatte sich mal im Handtuch verfangen und ging ab; das war vor einem Monat und dank etwas Superkleber keinerlei Nachwirkungen; die Kappe könnte man aber ohnehin im 3er Pack Nachkaufen.

        2. Jetzt hab ich die Kappen bestellt und kurz darauf hat auch Band Nummer zwei (Nummer eins wurde recht schnell getauscht=, zuverlässig nach ebenfalls guten 3Monaten „Betiebszeit“ den Geist aufgegeben…langsam fül ich mich etwas gepflanzt…!
          Wie lange hat/haben Eure Testgeräte funktioniert? War da auch bald mal Schluss?

        3. Danke…ich bin über Dein Update irgendwie drüber gestolpert…
          Aber ich stimm dir komplett zu: auch ich bin echt enttäuscht von Jawbone! Die App war sehr gut gemacht und der Schlafpahsentracker und die damit verbundene Weckmöglichkeit hat mein Aufwachen wirklich erleichter…echt Schade sowas und dann noch dazu um den Preis 🙁

        4. Ja, leider. Ich habe auch das Vertrauen in die Bänder verloren. Sehr schade, denn sie sind optisch und konzeptionell wirklich genial. Auch die App. Nur an der Hardware scheitert’s halt.

  4. Ich hatte das Band 4Wochen in Betrieb. Dann stieg das Teil aus. Die Servicehotline reagierte sofort. Das Gerät soll ausgetauscht werden-das ist jetzt 4 Wochen her-seitdem ist nichts mehr passiert. Kein Austausch, keine Antwort auf Mails, das ist Service. Wir haben in der Praxis mehre Geräte anderer Hersteller zur Erprobung, a l l e funktionieren fehlerlos.

    1. Das mit dem defekten Band ist ja schon ärgerlich genug, aber dass der Support sich nun nicht mehr meldet darf halt so gar nicht passieren. Tut mir leid für dich, das zu hören!

  5. Ich liebäugle ja schon sehr stark mit dem Up, hoffe aber noch, dass es noch einen Tick günstiger wird. Vielleicht am Black Friday im Herbst oder so.
    Auch würde mich irgendwann ein finales Conclusio interessieren: Sprich Fuelband, Up, Fitbit One im Vergleich, wo liegen die Vorteile/Nachteile, wer sollte was verwenden. Vielleicht ergibt sich dazu ja noch ein Beitrag.
    Wie siehst du eigentlich hier die Sorge mancher, dass quasi medizinische Daten wie Herzfrequenz, Bewegung, Schlaf, Ernährung in die Cloud geladen werden, und daher potentiell auch zugänglich jemandem gemacht werden können, von dem man vielleicht nicht will, dass er weiß was man ist und wie der Gesundheitszustand ist (Arbeitgeber, Krankenversicherung)? Diese Cloudfunktion haben ja mehr oder weniger alle und kann man soweit ich weiß auch nicht deaktivieren.

    1. Ein Vergleich zwischen UP, Fuelband und Withings Pulse wird in der Pulse-Review enthalten sein, soviel kann ich schon sagen 😉

      Nun, hinsichtlich der „Gesundheitsdaten“ ist jeder selber seines Glückes Schmied. Wer nicht will, dass seine Daten in der Cloud oder eher auf Servern die rund um den Globus verteilt stehen, hochgeladen werden, der muss eben auf WiFi Waage, iPhone Blutdruckmessgerät und Activitytracker verzichten. Aber davon abgesehen – wenn es mal so weit ist, dass Krankenkassen und Arbeitgeber auf SOLCHE Daten Zugriff bekommen wird das wohl die geringste Sorge sein, denn davor werden diese Parteien dann schon zugriff auf ganz andere Daten haben. Zumal aus Herzfrequenz, Blutdruck und Aktivität noch kaum ein Gesundheitsabbild erstellt werden kann. Und jemand mit 160/90 Blutdruck und Null Aktivität bei 200kg wird auch ohne elektronische Gadgets bei der Krankenkasse gewisse Bedenken hervorrufen…

  6. Hey Holger
    Darf ich fragen von welchen Anbieter du das UP bezogen hattest?
    Hilft der Support auch wenn man es zb beim T-Punkt oder mediamarkt gekauft hat?

    1. Hi Alex,
      das kommt darauf an, was für Sport du machst. Grundsätzlich ist es vermutlich eher zielführend, „Übungen“ oder sportliche Aktivitäten über Partner-Apps wie z.B. Runkeeper einzupflegen, da diese besser für solche Aktivitäten geeignet sind.

      Wie du Aktivitäten hinzufügst, zeigt dir die UP-App ja nach der Installation. Hast du das vorschnell weggeklickt? 😉

      Entweder du startest die Aktivität direkt am Band (Button einmal drücken, gleich darauf nochmal und gedrückt halten und am Ende der Aktivität das Selbe nochmals) oder du tippst unter „zuhause“ auf auf den orangen Aktivitätsbalken und danach rechts oben auf die Figur mit dem Plus. Da kannst du dann die Art des Trainings sowie den Anstrengungsgrad sowie Startzeit und Dauer eingeben. Selbiges funktioniert auch, wenn du unter deinem Namen auf „x% bewegen“ tippst.

  7. Neues Problem…Meine Frau und ich nutzen jeweils ein up24… Wie kommt es zu starken Abweichungen zwecks Schritten und Kalorien? Laufen die gleiche Strecke, haben aber drastisch unterschiedliche Km Anzahl… Habt ihr eine Erklärung hier für? Zudem wüsste ich gerne wie man die Dinger Kalibriert…

    1. Hi Alex, nun die erstens: Was ist eine „drastisch unterschiedliche Kilometerzahl“? +-1km oder +-5km? Grundsätzlich messen alle Bänder unterschiedlich und selbst beim selben Modell kann es verschiedene Bewegungsmuster oder Halteweisen oder auch die Montage an unterschiedlichen Armen zu verschiedenen Messergebnissen kommen. Dass sich dabei die Messergebnisse um mehrere tausend Meter unterscheiden sollte dabei natürlich nicht vorkommen – klar.

      Hinsichtlich Kalibrierung, folgender Link 😉 Und weil du das bei unserem Artikel zum „alten“ UP kommentiert hast hier der Link zum „neuen“, vond ir verwendeten, UP24:

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