Der Schönste seiner Art: Robosauger Navibot R8980 im Test [Review]

Einen Navibot haben wir ja bereits auf Herz und Nieren getestet. Nun steht hier das derzeitige Topmodell, der Navibot S R8980 zum Test. Ein schlanker und unheimlich schicker Saugroboter mit unglaublich großer Absaugstation. Richtig gelesen! Diese Station saugt nach erfolgter Reinigung der Wohnung während des Aufladens des Roboters den Schmutz aus selbigem in einen recht großzügig bemessenen Behälter.

Nun wollen wir uns ansehen, ob dieses doch recht teure Navibot Topmodell tatsächlich zur Reinigung von großen verwinkelten Wohnungen geeignet ist.

Verpackung & Lieferumfang

Hier nun zuallererst ein ordentlicher Rüffel an Samsung. Plastik und Styropor zu Hauf – das geht nicht. Dann nochmals eine Kunststoffplatte auf der der verpackte Roboter sitzt? Das könnte man alles auch mit Karton lösen. Hier wurde nicht mitgedacht.

Der Lieferumfang ist komplett, bis auf die anscheinend obligatorischen Mono-Zellen für die Virtual-Fences, also die Infrarotblockaden, von denen 2 Stück dem Roboter beigelegt sind. In der monströsen Verpackung finden wir, neben dem zierlichen Roboter dessen Akku bereits vorinstalliert ist, noch ein Reinigungswerkzeug, einen Ersatz-HEPA-Filter, die Absaugstation mit integriertem Netzteil und Filtern, eine “Rampe” für Teppichböden sowie Anleitung, eine Fernbedienung und zugehörige Batterien.

Design der Absaugstation

Monströs. Mir ist klar, dass an solch Station gewisse Anforderungen gestellt werden. Sie muss stabil stehen, bedarf also eines gewissen Eigengewichts und sie muss einen starken Motor beinhalten, damit der Roboter auch gründlich gereinigt werden kann. Keine Frage. Außerdem muß das Gerät natürlich genügend Platz für den Schmutz aus dem Roboter bieten, um eben NICHT jeden Tag die Station entleeren zu müssen. Ob es aber nicht irgendwie möglich gewesen wäre, diese Station etwas kompakter zu bauen, wage ich zu bezweifeln.


Samsungs Lade- und Absaugstation für den Navibot braucht viel Platz. Nach oben und nach vorne. Sie ist zumindest aber kaum breiter als der Roboter selbst. Grundsätzlich muss jeder potentielle Käufer sich aber gründlich überlegen, ob er den Platz für die sehr große Ladestation opfern will. Kann man diese gut verstauen, so bietet sie einhergehend mit dem Navibot natürlich ein zusätzliches Quäntchen an Komfort.

Design des Navibots

Über Design kann man herrlich streiten. Unserer Ansicht nach ist dieser Navibot von Samsung aber eindeutig der schönste Saugroboter derzeit am Markt. Verschwunden sind aufgedonnertes schillerndes Blau oder Mausgrau. Der Roboter hat eine rundum gelungene Form in hochglänzender schwarzer Optik. An der Oberseite finden wir die altbekannte Kamera die es dem Roboter anhand der Zimmerdecke ermöglichen soll, seinen Weg durch die Wohnung zu finden. Darunter finden wir ein gelbes Display das uns Auskunft über Reinigungsmodi, programmierte Reinigungszeiten oder sonstige Betriebszustände liefert. Darunter wiederum finden sich drei Sensortasten um den Reinigungsmodus zu definieren, die Reinigung zu starten oder den Navibot zur Ladestation zurückzuschicken.
Die Front des Roboters wiederum weist eine Stoßstange mit sehr weichem Gummi auf.

Drehen wir den Roboter um, so ist zunächst zu empfehlen, ein weiches Tuch als Unterlage zu verwenden. Hoch glänzende schwarze Kunststoffflächen haben die Angewohnheit, durch bloßes ansehen zu zerkratzen. Neben den Absturzsensoren finden wir auf der Unterseite die Ladekontakte, das Typenschild und die Klappe für den Lithium Ionen Akku sowie das Bürstenmodul mit einer Bürste (Roombas haben zwei) und natürlich die Räder. Den Hauptschalter hat Samsung ebenfalls auf der Unterseite unter einer transparenten Gummikappe angebracht. Nach wie vor bringt der vorhandene Hauptschalter dem Navibot Pluspunkte ein, da ein Tiefentladen des Akkus so weitgehend verhindert wird. Ebenfalls Pluspunkte gibt’s für den LiIon Akku des Navibots. Unverständlich, weshalb hier iRobot bei ebenfalls hohen Gerätepreisen auf alte Technik wie NiMH setzt.

Die gelbe Abdeckung der Bürste lässt sich bequem, nachdem der Staubbehälter abmontiert wurde, entfernen. Die Bürste selbst scheint ausgesprochen hochwertig gelagert zu sein. Selbst bei den 700er Modellen der Roombas könnte sich iRobot hier eine Scheibe abschneiden. Ob die Variante mit nur einer Bürste im Gegensatz zu den zwei gegenläufig rotierenden Bürsten der Roombas punkten kann, wird der Test in der Praxis zeigen.

Bedienung & Inbetriebnahme

Die Bedienung des Navibots, ebenso die Inbetriebnahme, gibt kaum Rätsel auf. Der Navibot wird allerdings mit leerem Akku geliefert und muß zunächst etwa drei Stunden aufgeladen werden. Dieses Modell bietet auch die willkommene Möglichkeit tägliche Reinigungszeiten zu definieren, an denen sich der Roboter selbständig auf den Weg macht um den Schmutz zu jagen. Dabei können einzelne Wochentage unterschiedlich oder alle auf einmal programmiert werden. Die Programmierung allerdings hat über die Fernbedienung zu erfolgen. Hier empfinde ich das System der Roombas als einfacher und intuitiver, zumal der Navibot auf die Infrarot-Fernbedienung etwas verzögert reagiert. Andererseits wird solch Programmierung meist nur einmal vorgenommen.

Ist das erste Aufladen abgeschlossen (das Akkusymbol am Roboter leuchtet dann kontinuierlich) kann auch schon mit der Reinigung begonnen werden. Dazu genügt es kurz die betreffende Taste am Roboter oder der Fernbedienung zu drücken. Der Navibot fährt rückwärts von seiner Ladestation, wendet und beginnt in geraden Bahnen den Raum abzufahren. Aber Obacht – den Roboter nicht während einer Automatischen Reinigung stoppen oder hochheben – er würde den Weg zurück zur Ladestation dann nicht mehr finden.

Reinigung & Reinigungsleistung

Nun, die Reinigungsleistung eines Saugroboters, also wie gründlich der Kleine letztlich sauber macht, ist wohl der wichtigste Kaufentscheid. Andere Features wie intelligente Bewegungen oder das Vorhandensein einer Absaugstation können schwerlich einen Mangel an Gründlichkeit bei der Reinigung der Wohnung aufwiegen. Wie sieht’s nun hier mit diesem premium Roboter aus?

Ganz gut. Der Navibot reinigt relativ gründlich. Relativ, weil ihm seine „ordentliche“ Arbeitsweise teils in die Quere kommt und manchmal manche Stellen in der Wohnung für Tage eben nicht gereinigt werden da der Roboter im Großen und Ganzen immer die Gleichen Wege fährt. Er entfernt sich immer gerade von seiner Ladestation, reinigt dann unter TV-Möbel und Couchtisch, landet dann in der Küche, macht einen Abstecher in den Gang, wieder retour in die Küche. Den Bereich hinterm Sofa im Wohnzimmer allerdings vernachlässigt er manchmal und speziell dort, wo es nicht rechtwinkelig zugeht hat der Navibot so seine Probleme.

Fahren die Roboter fünfmal die Woche, so reinigt der Roomba gründlicher. Speziell bei mehreren Räumen kann es beim Navibot durchaus vorkommen, daß einer der Räume stärflich vernachlässigt wird. Bei einem einzelnen Reinigungslauf oder wenn der Roboter einfach seltener im Einsatz ist, siegt der Navibot.

Witzig auch der Fakt, dass der Navibot zwar unglaublich sanft zu Möbelstücken ist, er nähert sich langsam und berührt die meisten Möbel, nach Möglichkeit, gar nicht. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt an dem er auf schmale Gegenstände wie Stuhlbeine gerät. Speziell von leichten Stühlen. Da kann’s nämlich schon mal vorkommen, dass die Sensoren, auch die in der Stoßstange, gar nicht auslösen und der Stuhl dann quer durch die ganze Wohnung geschoben wird. Das passierte bei der Konkurrenz von iRobot nie, obwohl der Roomba die Stuhlbeine auch erst bei Kontakt erkannte. Auch das große Stativ (allerdings ohne montierte Kamera) wurde vom Navibot quer durch den Raum geschoben.

Hier nun zu sagen, welcher Roboter vorzuziehen ist, ist unmöglich. Roomba ist generell etwas energischer, erkennt aber WENN er etwas berührt, das Hindernis schneller als der Navibot. Der Navibot hingegen umschifft größere bzw. massivere Möbelstücke gänzlich ohne Kontakt zu selbigen, was für manche Interessenten das wichtigere Kriterium sein dürfte.

Aufgefallen ist außerdem, daß der Navibot, trotzdem er laut Werbung sich anhand einer Kamera an der Decke des Raumes orientiert, seinen Weg NICHT fortsetzen kann, sollte er während einer automatischen Reinigung gestoppt werden. Wird er dann z.B. gedreht oder versetzt verliert er die Orientierung. Das dürfte so nicht passieren, schließlich kann schnell mal irgendetwas am Boden herumliegen, an dem sich der Roboter eventuell verschluckt und von dem er dann befreit werden muss.

Fairerweise muss hier aber gesagt werden, dass auch iRobots Roombas die automatische Reinigung nicht fortsetzen können, sollte man diese unterbrechen, aus welchen Gründen auch immer.

Die Absaugstation

Sich für diesen Navibot zu entscheiden, dürfte sich für viele Käufer in der beigepackten Absaugstation begründen. Davon, die Station im Wohnzimmer aufzustellen, rate ich aber ab. Sie ist außerordentlich sperrig und für die Dauer, in der die Bürsten des Roboters gereinigt werden und die während die Absaugung läuft, auch relativ laut, im Vergleich zum Navibot selbst.

Auch ist der Aufstellort mit Bedacht zu wählen. Es sollte rundherum um die Station ausreichend Platz sein, damit der Roboter sie möglichst schnell sieht und sie zuverlässig findet, wenn er von seinen Streifzügen retour kommt. Im Test funktionierte die Rückkehr zur Basis aber auch zuverlässig obwohl selbige auf der rechten Seite direkt an einem Möbelstück stand. Kein einziges Mal hatte sich der Navibot verirrt.

Aufgebaut ist die Station ausgesprochen robust. Schalter und Anzeigen geben keine Rätsel auf. Das auseinanderbauen hingegen kann, ob der vielen Einzelteile, zunächst verwirren.

Der Roboter wird auf dem gleichen Weg abgesaugt, auf dem er auch den Schmutz aufnimmt, über die Bürsten. Ein „Kanal“ führt in der Absaugstation nach hinten. Den größten Teil nimmt die Motoreinheit ein, rechts hinten befindet sich der Schmutzbehälter. Löblich sind hier die verbauten HEPA Filter, so gelangt kein Staub in die Luft bei der Absaugung.

Ebenso wie der Roboter selbst funktionierte im Test die Absaugung absolut zuverlässig. Sofort nachdem der Roboter wieder auf der Ladestation steht, startet die Absaugung und Bürstenreinigung. Der gesamte Absaugvorgang dauert in etwa eine Minute, dabei ist die Station auch ungefähr so laut wie ein normaler Bodenstaubsauger.

Ein Eigenartiges Detail am Rande: Samsung erwähnt in der Anleitung, man solle die Station parallel zu etwaigen Fugen im Boden aufstellen. Zunächst versteht man kaum, wozu das gut sein soll. Ist der Roboter dann aber im Einsatz, erklärt es sich: Der Navibot hat Gumminoppen links und rechts zwischen seinen Hauptantriebsrädern auf denen der Roboter auch aufliegt. Diese Gumminoppen schleifen also über den Boden, im Betrieb. Ja, klingt komisch, ist aber so. Der Roboter fährt auch immer von der Ladestation gerade weg und behält diesen Weg bei, bei seiner Fahrt. Das resultiert aber dann darin, dass, wenn die Station im 90 Grad Winkel zu den Bodenfugen steht, dass der Roboter hier Geräusche macht, jedes Mal, wenn die Gumminoppen eine Querfuge passieren.

Wartung

Durch die Absaugstation wird erfreulicherweise der Wartungsaufwand erheblich minimiert. Sobald der Roboter nach oder zur zwischenzeitlichen Aufladung die Ladestation aufsucht, werden die Bürsten gereinigt und die Absaugung automatisch gestartet. Der Behälter der Absaugstation ist angenehm groß dimensioniert, sie muß nicht öfter als einmal wöchentlich entleert werden. Die Station selbst kann zudem weitgehend zerlegt werden, sollten sich mal Teile festsetzen.

Pro & Contra

+ extrem leise
+ wunderschönes Design
+ kompakte, flache Bauform des Roboters
+ gute Filter in Roboter und Absaugstation
+ langlebiger LiIon Akku
+ geringer Wartungsaufwand durch Absaugstation
+ zwei Seitenbürsten

– Navigation des Roboters funktioniert nur bei Tageslicht zuverlässig
– Gerade zwischen Tischbeinen funktioniert die “Logik” des Navibots nur bedingt
– Absaugstation sehr groß und laut
– die Hochglanzoptik ist leider sehr anfällig für Kratzer

Fazit

Am Navibot können sich, nach wie vor, die Geister scheiden. Das Design gefällt, auf der hochglänzenden Oberfläche allerdings zeigen sich unglaublich schnell Kratzer und Staub tritt schneller in Erscheinung. Die Absaugstation, die im Test nur etwa einmal pro Monat entleert werden muss, erleichtert die Wartung des Roboters, nimmt aber auch äußerst viel Platz ein, zumal ist es unverständlich, weshalb auch Samsung in diese riesige Station immer noch kein Netzgerät einbaut, sondern dieses separat beilegt.
Auch die Reinigungsleistung des Roboters kann man von zwei Gesichtspunkten betrachten: In Räumlichkeiten mit relativ wenigen herumstehenden Möbelstücken und hauptsächlich rechten Winkeln punktet der Navibot durch sein sehr korrektes Reinigungsmuster. Wird es aber verwinkelt oder steht z.B. ein Tisch mit Stühlen im Weg, sind Roboter die etwas unkoordinierter umherfahren im Vorteil.
 
Der Navibot ist äußerst sanft zu Möbeln, meist berührt er diese gar nicht. Auf der anderen Seite aber sind die Sensoren der Stoßstange nicht empfindlich genug um leichte Gegenstände zu erkennen, so werden leichtere Sessel oder im Test das Kamerastativ einfach duch die Gegend geschoben.
Der Navibot ist definitiv ein sehr guter Haushaltsroboter, ob der sehr hohe Preis aber gerechtfertigt ist, muß jeder für sich entscheiden. Der ohne Zweifel schlagkräftigste Kaufgrund für mich wäre das sehr niedrige Betriebsgeräusch und das tolle Design des Roboters.

20 Antworten auf „Der Schönste seiner Art: Robosauger Navibot R8980 im Test [Review]“

  1. Hallo, Gratuliere zu dem tollem Bericht.
    Ich interessiere mich sehr für den Navibot
    wegen der Absauganlage. Leider finde ich in dem Test keine Angaben zum Stromverbrauch.
    Ist es dir möglich diesen noch hinzuzufügen. Irgendwo hab ich gelesen das die Navibot bis zu
    25 Watt im Standby verbrauchen würden. Das wäre natürlich viel zu viel und eine schreckliche Ökobilanz.

    Liebe Grüße
    Robert

    1. Hi Robert, nein, diese Information kann nicht nachgereicht werden, da einerseits kein Messgerät und andererseits der Navibot nicht mehr zur Verfügung stehen.

  2. Meiner Meinung nach ist der SR8980 mit 650-700 Euro zu teuer für einen saugenden Roboter. Wenn man bedenkt, dass solch ein Modell im Haushalt ausschließlich entlasten kann und die Arbeit nicht komplett übernimmt, ist das doch nicht gerade billig. Ich persönlich würde dann eher zu einem anderen Gerät tendieren, welches eine ähnliche Leistung besitzt und preislich akzeptabel ist (z.B. iRobot, Philips oder Mamirobot). Der SR8980 wird zwar mit der Zeit noch billiger, der Aufpreis für die Entladestation erscheint mir aber deutlich zu hoch angesetzt zu sein.

    1. Nun, das liegt immer im Auge des Betrachters. Mir persönlich wäre der Preis auch zu hoch, dafür bekommt man aber auch ein schönes Design. Es hat alles sein Für und Wider.

  3. Noch gibt es viele Leute in Deutschland, die sich ein solches Gerät leisten können, aber sehr viel mehr, die es eben nicht können. Insofern gehört zur Analyse eigentlich der Wert Cost of Ownership – Anschaffung, Batteriekosten über 5 Jahre, Reparaturen und Ersatzteile, Kulanzverhalten des Herstellers, Entsorgung. – Anderer Aspekt: Feinstaubverhalten; die Navibots sind hier erfreulich gut und keine Dreckschleudern.
    – Mein Navibot 8855 navigiert recht stabil; werde den Stromverbrauch gelegentlich mit Wattmessgerät kontrollieren. Gebe das Gerät nicht wieder her und hoffe, es hält noch lange bei moderaten Batteriekosten .

  4. Hi!
    ich interessiere mich seit längerem für einen navibot.
    Der hohe Preis zögert den Kauf jedoch ein wenig hinaus.
    Kann mir jemand seine persönlichen Erfahrungen schildern? z.B mit Langfloorteppichen, Türen (sind meistens offen und angelehnt, dort sammeln sich gerne Staub und Tierhaare, wie sieht es hier aus?), Gegenständen die in der Wohnung herumliegen (Schuhe z.B.)
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Lg

    Matthias

    1. Nun, hochfloorige Teppiche an sich stellen kein Problem dar, können aber, wenn es sich um sehr viele Teppiche handelt, die Akkulaufzeit reduzieren.

      Gegenstände rumliegen lassen = no go für Staubsaugerroboter. Schuhe werden, je nach Größe/Beschaffenheit entweder durch die Gegend geschoben oder als Hindernis erkannt während Socken verschluckt werden und schlimmstenfalls die Bürsten schädigen können; beides ist nicht einträglich für das Reinigungsergebnis. Ein Robosauger erzieht zur Ordentlichkeit.Und Staub der hinter geöffneten Türen sich sammelt, kann natürlich von keinem Robosauger aufgelesen werden.

  5. Energieverbrauch: Mein Navibot 8255 hat in
    152 Stunden ca. 1 kWh verbraucht, bei mäßigem
    Einsatz. Entspricht also einem mittleren
    Verbrauchswert von 6 bis 7 Watt. Der 8980 dürfte
    nicht so wesentlich mehr benötigen. Die Stromkosten sind also im Vergleich zum Anschaffungspreis minimal, wichtiger sind wie bei E-Bikes also die Ersatzakku-Kosten.

  6. Hallo Holger, erstmal ein großes Lob für die Testberichte, die sind wirklich gut. Ich würde mir allerdings wünschen, dass Du die gleiche Objektivität auch bei der Beurteilung der Verpackung zeigen würdest, denn hier handelst Du nach dem Pavlowschen Reflex: Kunststoff böse, Papier gut. Neutrale Ökobilanzen sehen das mittlerweile Gott sei Dank etwas differenzierter. Geringeres Gewicht, energieeffizientere Herstellung und der Einsatz weniger giftiger Chemikalien bei der Herstellung sind alles Punkte die für Kunststoffe sprechen. Und im übrigen bestehen die Staubsauger doch zu mindestens 90% aus Kunststoff…

    1. Da hast du natürlich recht; allerdings kann ich dies nicht beurteilen und muß daher nach diesen einfachen Regeln vorgehen. Weder weisen alle Kunststoffe die von dir genannten Vorteile auf, noch ist jedes Papier per se umweltfreundlich. Dennoch sind eher Kunststoffe jene Produkte die schlechter abbaubar und aus größtenteils nicht nachwachsenden Rohstoffen herstellbar sind, als übliche Pappe. Dass natürlich hochglänzender brilliantweißer HQ Karton nicht zur “guten” Pappe gehört, ist auch klar.

  7. Hallo Holger

    Danke für Deine tollen Testberichte 🙂
    Ich möchte mir in den nächsten Tagen/Wochen einen Robotersauger kaufen
    und benötige nun unbedingt Deinen Rat.
    Seit Wochen recherchiere ich über die besten Modelle auf dem Markt.
    Ich schwanke zwischen dem NaviBot R8980, dem Roomba 780 oder Roomba 790.

    Meine Wohnung: 80 qm2, Fließen und Vinylboden, keine Teppiche (da Fußbodenheizung), 3 Räume + Bad & WC
    Die Wohnung hat normales Tageslicht, es gibt aber auch Bereiche die etwas dunkler sind, je nach Wetterlage und ob angrenzende Türen verschlossen sind oder nicht.
    Außerdem ist meine Wohnung meist sehr (sehr) sauber, der Roboter hat also nicht viel zu tun.
    Er soll einfach den täglich minimalen anfallenden Staub & Fussel aufsaugen.

    Am Navibot gefallen mir die 2 Seitenbürsten sehr gut, die Fernbedienung so wie die Absaugstation. Jedoch habe ich Bedenken mit der Kamera, dass wenn es mal dunkler ist (schlechtes Tageslicht oder unter meinem 2 Meter Esstisch) der NaviBot die Kontrolle verliert. Auch bin ich mir nicht sicher, ob sich das Reinigungsergebnis mit dem Roomba 780/790 vergleichen lässt. Das “sture” bahnen ziehen gefällt mir am NavoBot sehr gut! Jedoch habe ich auch schon Videos gesehen, wo der NaviBot aus dem Konzept kam und dann nur noch”wirr” umher fuhr.

    Der Roomba 780 hat leider nur eine Bürste, keine Absaugstation ABER sehr viel gute Bewertungen z.B. Amazon (200 Personen/5 Sterne). Er würde sich wohl auch in dunkleren Räumen zu recht finden oder?

    Der neue 790er ist der Nachfolger des 780 aber hat sich außer an der Farbe des Gerätes und der neuen Fernbedienung was verändert, gerade im Bereich Saugkraft?

    Mein Favorit der NaviBot, gefolgt vom 780er oder auch 790er wenn er deutliche Verbesserung hätte (außer die Fernbedienung) gerade im Bereich Saugkraft/Logik/Software!

    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Gruß Matthias

    1. Hi Matthias,
      nun, bei uns fährt seit meiner ersten Review, ich glaub 2010, ein Roomba 581 herum. An der prinzipiellen Saugleistung hat sich nicht viel geändert seither. 780 und 790 saugen gleich gut; der Navibot wiederum punktet wiederum durch die Absaugstation, die zwar unglaublich laut ist, aber ihren Dienst tut.

      iRobot wird nächstes Jahr den Roomba 880 auf den Europäischen Markt bringen. Dieser hat neuartige Bürsten (zwei), eine Seitenbürste und ein wesentlich verbessertes Saugteil.

      In meinem Test (ich habe ja sowohl Roomba 780 als auch den Navibot getestet) schnitt der Roomba besser ab. Ich hab den hier 5 Tage die Woche auf über 100m2 im Einsatz – absolut einwandfrei. Und du glaubst gar nicht, wieviel der Sauger auch in einer Sauberen Wohnung Schmutz findet! Da wirst du staunen.

      Aus aktueller Sicht der Dinge ist der Navibot MOMENTAN das modernere Gerät. Sofern du nicht viele “zu umschiffende” Möbel hast, wird er das auch schaffen. Roomba ist eher für kompliziertere Aufgaben geeignet.

      Wenn du noch warten kannst oder Kontakte in die USA hast (oder Borderlinx nutzen willst) kannst du den Roomba 880 ja vielleicht bereits jetzt in den Staaten kaufen. Das wäre mein persönlicher Favorit, zumal der 880 erstmals auch bei schwachem Akkustand zwischendurch sich aufladen kann um dann dort fortzufahren, wo der Strom ausging.

      Ich hoffe, das hilft dir ein wenig bei deiner Entscheidung!

  8. Hallo Holger,
    auch ich habe mich nun durch den Markt gewuselt und bin mittlerweile eher verzweifelt.
    Ich habe eine relativ kleine Wohnung, hier steht nicht viel; Allerdings einen verhältnismäßig schmalen Flur. Ich möchte gerne einen Robo mit Absaugvorrichtung mein Eigen nennen. Nun zweifel ich zwischen dem Karcher RC 3000 und dem Navibot. Aber auch der Vorwerk Kobold vr100 findet durchaus auch ohne Saugstation anklang bei mir, ist schleißlich auch mehrfach Testsieger geworden. Welche Rangfolge würdest du aufstellen, wenn du dir davon einen kaufen würdest?

    Gruß
    Benjamin

    1. Das ist eher eine Preis und Designfrage als eine der Reihung. Die Navibots sehen gut aus, Vorwerk und Kärcher finde ich persönlich hässlich für Wohnräume. Wenn man die Roboter täglich herumkurven lässt sind die Reinigungsleistungen ähnlich. Kärcher und Vorwerk habe ich aber bislang nicht getestet. Wenn deine Wohnung so klein ist, würde ich persönlich aber kein Geld in eine Absaugvorrichtung stecken, dann musst du den Roboter ohnehin vermutlich nur alle 2-4 Tage entleeren.

  9. Guten Tag
    Ich habe eine kurze frage wie siht es mit kleinen schwellen zwischen den räumen aus? Kommt da der Staubsauger-Robotter hinüber?

    1. Hi Sarah,
      nun, das ist extrem schwer zu beantworten. “kleine Schwellen” im Sinne von sagen wir mal 1cm Höhe sollten die meisten Roboter schaffen. Unser alter Roomba 581 beispielsweise erklettert regelmäßig (unerwünscht) ca. 1,5cm hohe querliegende Holme von Sesseln… Aber diese Fähigkeiten sind von Roboter zu Roboter unterschiedlich.

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