Der Fitness auf der Spur, Teil 5: Fitbit Aria WiFi Personenwaage im Test [Review]

fitbit aria iconDie heiße Phase zur Sommerfigur hat ja noch nicht mal begonnen. Grund genug im heutigen fünften Teil der Reihe „Der Fitness auf der Spur“ eine weitere moderne WiFi Körperwaage etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: Die Fitbit Aria. Auch die Aria kann mit einem WiFi Netzwerk verbunden werden und so Gewichts- und Körperfettdaten automatisch an das Fitbit Konto übermitteln.

Anders als die Konkurrenz bietet Fitbit zwar z.B. kein Blutdruckmessgerät an, wohl aber sogenannte Activity Tracker (wie auch das Nike+ Fuelband einer ist).

Ob auch die Aria das Geld Wert ist, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt und ob die Gewichtsaufzeichnung zuverlässig und einfach von statten geht erfahrt ihr im folgenden Testbericht!

Verpackung & Lieferumfang

Ein großes Lob an FitBit: Die Aria kommt in einer ausgesprochen schlanken Verpackung, welche nur aus Karton besteht, ins Haus. Sehr löblich. Weiterer Pluspunkt: Die Batterien sind bereits installiert, lediglich ein kleiner Papierstreifen muss entfernt werden, schon ist die Waage betriebsbereit. Das war’s dann aber auch mit dem Lieferumfang: Waage & Batterien.

Installation

Der Gute Ersteindruck setzt sich hier fort. Die FitBit Aria Waage kann einfach am Rechner konfiguriert werden, ohne irgendein Kabel irgendwo anstecken zu müssen. Mit dem Entfernen des Batterie-Papierstreifens ist die Waage bereits im „Setup-Modus“. Es reicht nun fitbit.com/start anzusurfen und den Anweisungen zu folgen. Während der  Einrichtung wird ein kleines Setup Programm auf den Mac oder PC geladen und damit die Konfiguration über WLAN durchgeführt. Einfacher geht’s nicht. Jegliche Einstellungen können fortan über das Webinterface durchgeführt werden.

Design

Die Fitbit Aria ist ohne Zweifel ein Designstück und eine ausgesprochen hübsche Waage. Vergleicht man sie mit dem direkten Konkurrenten von Withings (der nur etwa 10EUR teurer ist) so fällt auf, dass bei der Aria mehr Kunststoff verwendet wird. Die Unterseite ist sehr hübsch aber aus Kunststoff und die obere Glasplatte wird ebenfalls von der Kunststoffeinfassung des Displays unterbrochen.

Fitbit setzt auf ein recht grobes Display das relativ große „runde“ Pixel einsetzt. In den meisten. Nicht falsch verstehen, das Display sieht großartig aus, und ist speziell wenn man auf der Waage steht, sehr gut zu lesen, sofern keine direkte Sonneneinstrahlung herrscht.

Einziger Nachteil: Durch die etwas hervorstehende Display Einfassung wird das Reinigen der Aria merklich erschwert. Leider wirkt der Kunststoff weniger hochwertig als der Rest der Waage.

Funktion

Die Fitbit Aria informiert den Benutzer ähnlich umfassend über Gewicht, prozentuellen Körperfettgehalt und BMI wie die Konkurrenz. Nach erfolgtem Messvorgang wird zunächst das Gewicht, dann der Fettgehalt und zuletzt der BMI angezeigt. Nachdem alle drei Werte nochmals angezeigt wurden, wird über eine Animation das Hochladen zum FitBit Konto angedeutet. All dies funktionierte im Test absolut reibungslos und ohne auch nur ein einziges Mal falsche Messwerte oder unerklärliche Gewichtssprünge generiert zu haben.

Die Aria kann dabei anhand des Gewichts auch mehrere Familienmitglieder unterscheiden und stellt nach erfolgter Messung das der Person zugewiesene Kürzel dar.

Wird die Person nicht erkannt (weil z.B. ein weiteres Familienmitglied die Waage zum ersten Mal nutzen möchte), so zeigt die Waage „Guest“ an, lädt die Messung aber dennoch ins Webportal hoch. Über die iOS App allerdings kann der „unbekannte“ Messwert hier aber nicht einer (neuen) Person zugewiesen werden, hierzu muss die Fitbit Website genutzt werden.

Messgenauigkeit

Wie schon erwähnt erscheinen die Messwerte absolut schlüssig. Positiv fallen auch die konstanten Fettwert-Messungen auf die nicht wie beim Withings Gerät große unerklärliche Sprünge machen. Persönlich finde ich aber die prozentuelle Angabe weniger schlüssig als eine direkte Angabe in Kilogramm der Fettmasse.

Fitbit.com Webportal

Fitbit verfolgt mit dem Webportal grundsätzlich ein anderes Ziel als z.B. Withings. Während das Withings Portal eher nur zur Darstellung der von diversen Trackern gelieferten Messwerte dient, will Fitbit ein Gesundheitsportal anbieten und bietet neben der Darstellung der Gewichtsdaten der Waage oder der Daten der Activitytracker auch die Möglichkeit, Wasserkonsum und Lebensmittelkonsum sowie Aktivitäten, Schlaf, Blutzucker und Blutdruck aufzuzeichnen. Wer also z.B. eine Spezielle Diät einhalten muss oder sich einfach nur vor Augen führen will, wie seine Nahrungszusammensetzung aussieht, oder wer regelmässig Blutdruck oder Blutzucker aufzeichnen will oder muss, ist hier richtig.

Das Portal macht einen modernen und aufgeräumten Eindruck und funktioniert im Großen und Ganzen sehr gut. Probleme gibt es aber immer wieder bei der Dateneingabe. Manchmal verschwinden eingetragene Lebensmittel einfach, manchmal schummeln sich amerikanische Maßeinheiten zu den europäischen, manchmal funktioniert einfach irgendetwas nicht.

Das Erstellen des Fitbit Kontos ist kostenlos, im Grund kann jeder für sich entscheiden, ob es den eigenen Zwecken genügt. Für mich persönlich war die Eingabe durch das komplizierte und fehlerhafte Anlegen neuer Lebensmittel auf Dauer aber zu mühsam. Hier sollte sich Fitbit ein Beispiel an Weightwatchers Deutschland nehmen, die haben das Webportal ausgesprochen gut im Griff.

Fitbit iOS App

Natürlich gehört es auch zum guten Ton eine eigene iOS App anzubieten. Leider setzt sich hier der Eindruck vom Fitbit Webportal fort. Tauchten im Webportal z.B. Lebensmittel Eingaben nicht auf, waren sie in der iOS App vorhanden. Umgekehrt fand die iOS App wiederum nur englische Lebensmittel und kein einziges deutsches Produkt, was wiederum im Webportal funktionierte.

Grundsätzlich ist die iOS App gut programmiert, sie zeigt die Messwerte an, ist hübsch, leider aber nicht so funktionell wie die App der Konkurrenz.

Fitbit (AppStore Link) Fitbit
Hersteller: Fitbit, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

Fazit

Die Fitbit Aria erwies sich während des Tests als zuverlässige Waage. Sie sieht ausgesprochen gut aus und fühlt sich hochwertig an obwohl die Unterseite nur aus Kunststoff besteht. Der Abgleich mit dem Fitbit Webportal funktioniert zuverlässig, die Messungen ebenfalls. Anders als bei der Konkurrenz konnten wir auch keine Messwertsprünge bei der Körperfettmessung feststellen, was ein weiterer Pluspunkt ist.

Wer plant, das Webportal und die iOS App intensiv zu nutzen, sei aber gewarnt, hier sollte Fitbit stark nachbessern, speziell bei den von uns getesteten Bereichen der Nahrungsmittelerfassung sowie der Gewichtsdarstellung ist die App leider nicht wirklich zu empfehlen. Schönes Design ist hier halt leider nicht alles. Wer die Waage als eben solche nutzen will, sollte sich aber an App oder Portal nicht stören.

5 Antworten auf „Der Fitness auf der Spur, Teil 5: Fitbit Aria WiFi Personenwaage im Test [Review]“

  1. Überhaupt nicht nachvollziehbar diese „positive“ Bewertung im Bezug auf die Messgenauigkeit. Ich habe schon viele Körperfettwagen gehabt, aber noch keine hat so ungenau gemessen und derart grosse nicht nachvollziehbare Sprünge im Tagesverlauf gemacht.
    Beispiel: heute hat sich innerhalb von 2h offenbar mein Körperfettgehalt von 16% auf 22% erhöht, oder anders von 13kg auf 18kg. Dazwischen liegen 1 Kaffee und 1 Glas Wasser und einmal Toilette, was mir offenbar 5kg mehr Fettmasse beschert hat (lach).
    Zudem liegen die Messwerte immer 10-15% von dem, was die professionelle Wage beim Arzt anzeigt, weg.
    Mein Fazit; Spielerei mit schönem Design, aber in der Grundfunktion nicht zu gebrauchen. Jede 5 Euro Körperfettzange ist viel zuverlässiger

    1. Tägliche Messungen zur selben Tageszeit mit (idealerweise) gleichen Rahmenbedingungen führen zu einem durchaus verwertbaren Messwert, der den Trend des Körperfettgehaltes (z.B. wenn die Person eine Diät macht) durchaus sehr genau widerspiegelt.

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