Die ultimativen Akkus: Eneloop von Sanyo

Ich werde oft gefragt, welche die idealen Akkus seien. Speziell Faktoren wie die Lebensdauer, die Kapazität und vor allem auch, wie schnell der Akku seine Ladung auch beim Nichtgebrauch verliert, sind hier ausschlaggebend.

Über die Jahre mit vielen vielen Gadgets, unzähligen Fernbedienungen auch neben der Harmony One von Logitech (man denke an die WiiMotes z.B.) und Taschenlampen, denke ich, guten Gewissens eine Empfehlung für die Weltbesten Akkus geben zu können. und das Beste daran ist: Die sind noch dazu leistbar und bieten das, was die Werbung verspricht tatsächlich. Sanyo Eneloop.

Zuerst war ich ja skeptisch. Ein Akku, der nach drei Jahren herumliegen noch 75% seiner Ladung aufweist? Der 1500 Ladezyklen fast unbeschadet überstehen soll? Seien wir doch mal ehrlich: Wenn man an Akkus denkt, denkst man meistens an diese kleinen Dinger die eigentlich meist eine miese Leistung haben und prinzipiell dann leer sind, wenn man sie doch mal dringend braucht. Entsprechend skeptisch war ich damals, als ich zuerst von den Eneloops hörte. Und mittlerweile sind hier über 40 Stück davon im Dauereinsatz.

Der Wecker, die WiiMotes, die Fernsteuerung und Lighthouses von Roomba, die Taschenlampen von LedLenser, das Blitzgerät für meine Canon EOS Kamera. Alles läuft auf Eneloop.

Wie genau Sanyo es schafft, Akkus zu konstruieren, die kaum Ladung verlieren (und drei Jahre läßt kaum jemand Akkus herumliegen, bis er sie braucht) und zudem viele Jahre funktionstüchtig bleiben und kaum bis gar keinen Memoryeffekt aufweisen, weiß ich nicht. Aber es ist so.

Die Lighthouses von Roomba z.B. verlangen bei Akkubetrieb (und wenn Roomba fünfmal die Woche seine Runden dreht) jede Woche eine Aufladung. Der Kamerablitz wiederum verlangt recht hohe Ladeströme um zuverlässig und schnell wieder zünden zu können. Und der Barttrimmer braucht auch eine gewisse Drehzahl. Alles funktioniert perfekt mit den Eneloops

Auch wenn sich das hier wie eine „Werbeanzeige“ anhört, ich bin einfach wirklich begeistert von den kleinen Energiespeichern, weil sie ausnahmsweise wirklich genau das liefern, was die Werbung verspricht! Ich habe seit nunmehr über einem Jahr keine „ordinären“ Batterien mehr gekauft.

Im Haushalt gibt es eigentlich nur ein einziges Gerät, das die Eneloops nicht gerne mag. Das Funkdisplay der Elektrischen Zahnbürste von Braun. Auch die Eneloop Akkus haben nämlich „nur“ 1,2V Spannung, während herkömmliche Alkali-Batterien 1,5V Spannung aufweisen. Bevor man also 100Stück kauft ist es ratsam, erstmal nur eine Packung anzuschaffen und zu testen ob auch alle gewünschten Geräte damit zurechtkommen.

Die Kapazität selbst, die die Eneloop Akkus aufweisen mag zwar am Papier geringer sein (z.B. 1900mAh VS >2500mAh bei anderen Akkus) – das ist aber irrelevant. Warum? Weil ich z.B. 8 Eneloops aufladen kann und in die Schublade packen kann und in zwei Wochen, wenn ich auf Urlaub Fahre, diese Akkus getrost in meinem Blitz verwenden kann, ohne Angst haben zu müssen, sie wären leer. Und die anderen teuren Akkus mit der riesen Kapazität? Tja, die sind halb leer…

Fazit

Eigentlich wurde schon alles gesagt. Wer also nicht wieder und wieder teure Batterien kaufen will, sollte bei Eneloop zuschlagen. Bessere, langlebigere und günstigere Akkus gibt es nicht. Ich kaufe meine immer bei Amazon, untenstehend habe ich auch ein passendes Ladegerät mit dem ich persönlich hervorragende Erfahrungen gemacht habe, verlinkt.

  

Tipps  zum Akku

  • Hat man ein Ladegerät, das eine Entladefunktion bietet, sollte man diese einmal monatlich nutzen
  • Ich konnte die Kapazität meiner Eneloops durch ein Entladen vor dem eigentlichen Laden merklich steigern
  • Akkus sollten generell entleert werden und nicht im halbvollen Zustand wieder geladen werden, auch, wenn sie nicht kaputt gehen, sollte man das ab und an tun.
  • Wer Akkus verwenden will sollte immer bedenken, daß diese meist etwas geringere Spannung (1,2V) aufweisen, als „normale“ Batterien. 99% aller Geräte machen keine Probleme.
  • Kapazität ist nicht alles. Normale NiMH Akkus verlieren die Ladung sehr schnell wieder, da hilft dann auch die große Kapazität am Papier nix. Die „alten“ NiCd Akkus verlieren zwar die Ladung nicht ganz so schnell wie herkömmliche NiMH Akkus, sind dafür äußerst empfindlich, was den gefürchteten Memoryeffekt angeht.

11 Antworten auf „Die ultimativen Akkus: Eneloop von Sanyo“

  1. Hi Holger!

    Ich kann deine Meinung bez. der Eneloops nur bestätigen! Verwende sie selbst seit geraumer Zeit und bin wirklich begeistert. zB kann ich mit einer Ladung einen ganzen Tag ohne Weiters zum Geocachen mit einem Oregon 450 ausrücken. Mit billigeren Akkus hatte ich da immer Probleme.

    Mittlerweile gibt es auch Eneloop XX mit ~ 2.500 mAh, doch mit denen konnte ich bis jetzt noch keine Erfahrungen sammeln. Diese halten aber „nur“ 😉 noch 1000 Ladezyklen.

    Gruß

    Thomas

    Thomas

  2. Wie hälst Du es mit der den Sätzen der Akkus?
    Hast du die in entsprechende 2er oder 4er Sätze aufgeteilt? Wenn die so gut sind scheint das ja nicht nötig zu sein, sonder man hat halt eine Schublade in der die vollen Akkus liegen.

    1. Hatte ich früher mal, jetzt auch nicht mehr. Mittlerweile werden die Eneloops einfach geladen und verstaut und dann benutzt, wenn sie benötigt werden. Ich achte nur darauf ab und an vor dem Laden einen Entladevorgang durchzuführen, das hat meiner Erfahrung nach zu einer deutlichen Kapazitätssteigerung geführt.

  3. kleiner Tipp: AdBlocker und Ghostery deaktivieren, dann sieht man die Anzeigen auch! 😉
    Hatte auch das Problem, das ich die erst nicht gesehen habe und dachte Holger hätte sie vergessen.

  4. Hi Holger,
    kann mich deinem Bericht nur anschließen. Nutze selbst seit einigen Jahren die eneloops in verschiedenen Geräten und bin mit ihnen mehr als zufrieden. Den von dir so schön beschriebenen Effekt, einen Akku aus der Schublade zu nehmen und ihn einfach benutzen zu können, schätze ich an den eneloops auch sehr. Außerdem halten sie Temperaturschwankungen besser aus, als herkömmliche Akkus. Hatte da die Gelegenheit das mehrfach zu testen, da ich früher immer meine Mouse mit dabei hatte. Im Winter, wenn ich auf den Zug warten musste, hatte ich dann das Problem, dass in der Arbeit die herkömmlichen Akkus leer waren. Die Mouse war sicher nicht eingeschaltet in der Tasche. Mit den eneloops hatte ich das Problem nicht mehr.

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