Siemens Waschmaschine WM6YH840 mit Home Connect im Test

Bildschirmfoto 2016-05-22 um 13.52.15Nach dem neuen Siemens Wäschetrockner WT7YH7W0 wurde nun auch der “Waschmaschinen-Fuhrpark” mit einem modernen Siemens Gerät erweitert, die alte Miele W487WPS landete im Keller.

Mit der WM6YH840 der IQ800 Produktlinie liefert Siemens eines der modernsten Geräte am Markt. Neben dem bekannt hübschen und intuitiv zu bedienenden Design finden wir einen Bürstenlosen Antrieb (verschleiß- und wartungsfrei) sowie das automatische Dosiersystem “iDos” für Waschmittel & Weichspüler neben dem praktischen Feature “Home Connect” im Produktportfolio.

Aber hier bei MacManiacs geht’s ja um die (Wasch)Praxis – wie also schlägt sich diese Maschine im (fast) täglichen Gebrauch? Gibt es Mankos oder besonders Positive Produktfeatures? Na, gucken wir uns das mal an!

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Inbetriebnahme

Während ein Wäschetrockner ja sehr zügig aufgebaut werden kann, müssen bei einer Waschmaschine in der Regel immer zunächst die Transportsicherungen entfernt werden. So auch bei dieser. Danach muss das Gerät mit der Wasserwaage vollkommen gerade und stabil aufgestellt werden. Danach erst kann der Strom- und Wasseranschluss erfolgen. Alles in allem sollten aber diese Punkte in einer Viertelstunde problemlos zu erledigen sein. Hier hatte ich die Hilfe von Elektro Haas aus dem Wiener Norden – an dieser Stelle ein großes Lob an dieses Unternehmen, denn die Lieferung erfolgte pünktlich, termingerecht, freundlich und sehr flott und auch die Beratung war einfach top!

Nachdem also Strom sowie das Aquastop-Ventil (dieses beinhaltet ein Magnetventil welches nur bei korrekter Stromzufuhr durch die Waschmaschine den Wasserfluß freigibt (also die Leitung sicher verschließt, sollte es zu Problemen kommen)) angeschlossen ist, kann die Maschine in Betrieb genommen werden.

Lt. Anleitung muss zunächst ein leerer Waschgang im Programm “Trommelreinigung” mit bleichehaltigem Pulver-Vollwaschmittel bei 60°C erfolgen. Danach ist die Maschine betriebsbereit. Das iDos System kann natürlich auch davor befüllt werden, das Trommelreinigungsprogramm greift nicht auf die iDos Waschmittel zu.

WLAN & HomeConnect Verbindung

Beim ersten Einschalten fragt die Waschmaschine die gewünschte Sprache ab, der nächste Schritt sollte also nur noch die WLAN Konfiguration sein. Selbige kann auch später durch längeres Drücken der Taste “Fernwartung” gestartet werden. Hier hat Siemens zudem wirklich die Hausaufgaben gründlich gemacht, dank WPS Konfigurationsmöglichkeit ist die Waschmaschine in einer Minute mit dem WLAN verbunden. Natürlich aber kann das WLAN auch manuell über die Home Connect App ausgewählt und verbunden werden, immer WLAN Empfang vorausgesetzt.

Sobald die WLAN Verbindung eingerichtet ist, wird dies im ausgesprochen gut lesbaren Display mittels eines Symbols angezeigt. Der abschließende Schritt zu HomeConnect ist es, die Smartphone App und die Waschmaschine zu verbinden – beides eine Sache von wenigen Klicks indem man einfach den Anweisungen folgt. Sodann kann die Maschine bequem auch über die App gesteuert werden und natürlich auch Benachrichtigungen zum Waschvorgang oder bei Problemen empfangen werden.

iDos Inbetriebnahme

Während die Inbetriebnahme des automatischen Dosiersystems “iDos” in der Betriebsanleitung nicht zwingend selbsterklärend ist, so ist sie es am Gerät durchaus. Es stehen zwei Tanks zur Verfügung, iDos 1 ist ausschließlich für Waschmittel nach Wahl vorgesehen (“fließfähig” muss es sein), iDos 2 kann entweder mit einem zweiten Waschmittel oder aber Weichspüler befüllt werden. Während die erste Kammer bis zu 1,3l Fasst, passt in iDos 2 nur etwa ein halber Liter.

Wichtig ist hier, die korrekten Basis-Dosiermengen in den Einstellungen anzugeben. Durch das vorbildliche Menüsystem mit Pfeiltasten und Klartext geht das ratzfatz von der Hand. In meinem Fall (Persil Color Gel + Silan Weichspüler) waren die standard Dosiermengen korrekt. In jedem Fall aber sollte man auf der Waschmittelflasche nachlesen, was im Falle von “normal” verschmutzter Wäsche dosiert werden sollte um dann die Maschine entsprechend einzustellen.

Alles in allem aber ist die Inbetriebnahme vorbildlich gelöst!

Design & Bedienelemente

Wie auch schon beim Wäschetrockner ist für mich persönlich bei Geräten die in einem Wohnraum wie dem Badezimmer stehen das Design ziemlich wichtig. Daher fiel die Wahl natürlich auf ein passendes Siemens Gerät. Nach wie vor gefällt mir hier die Designsprache von Siemens besser als die der nahezu baugleichen Bosch Geräte.

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Während die Seitenflächen ein angeblich “vibrationsreduzierendes” Muster aufweisen ist von größerem Interesse lediglich die Front. Diese zeichnet sich durch die riesige Tür mit Sichtfenster aus, darunter finden wir unten rechts nur die Klappe zum Flusensieb bzw. dem Notauslauf.

Während beim Wäschetrockner WT7YH7W0 der Anschlag der Tür problemlos getauscht werden kann, so ist der Türanschlag bei der Waschmaschine leider fix vorgegeben. Technisch verständlich durch das Türschloss – es sollte aber dem geneigten Käufer bewusst sein.

Direkt über der Tür finden wir natürlich das Bedienfeld. Ganz links die Schublade mit Einspülkammer sowie den zuvor genannten iDos Tanks.

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Mittig im Bedienpanel finden wir den großen Drehwähler für die Programme und darunter die Taste “EcoPerfect” sowie “SpeedPerfect” (mehr dazu später), gefolgt von der iDos Steuertaste sowie “Fernstart” und “Start/Pause”.

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Rechts befindet sich das riesige weiß beleuchtete TFT Display welches an seiner Ober- und Unterkante jeweils berührungssensitive Tasten aufweist. Das Display ist hervorragend ablesbar allerdings nicht sehr blickwinkelstabil. Die Intensität der Helligkeit kann nicht angepasst werden. Beides für einen Waschvollautomaten aber eher zu vernachlässigen.

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Grundsätzlich ist das Design sehr stimmig, die Proportionen passen und die Auswahl der Materialien ist dem Preis des Geräts entsprechend. Besonders schön finde ich die helle weiße Beleuchtung des Displays mit klarem schwarzem Text sowie die blauen LED Anzeigen z.B. für das ausgewählte Waschprogramm.

Die Hardwaretaste hat einen guten Druckpunkt, alle Berührungsempfindlichen Tasten reagieren schnell und zuverlässig. So muss das sein.

Bedienung

Wir haben viele Siemens Geräte im Haushalt und alle zeichnen sich durch sehr logische und einfache Bedienung aus. So auch diese Waschmaschine. Neben der einfachen Inbetriebnahme ist auch die tägliche Bedienung kinderleicht.

Das Gerät wird über die riesige Taste in der Mitte des zentralen Drehreglers eingeschaltet, sodann kann man mit dem Drehregler das gewünschte Programm auswählen und bekommt die voraussichtliche Waschdauer sowie die ausgewählte Knitterschutzdauer angezeigt. Wer mag, kann natürlich im Rahmen des gewählten Programmes auch die Schleuderdrehzahl (bis zu 1600rpm) einstellen und selbstverständlich auch die Wäsche so programmieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt fertig wird. Schade allerdings, dass man nicht sagen kann, zu welcher Uhrzeit sie fertig sein soll, sondern in wievielen Stunden; so sitzt man unweigerlich da und zählt die Stunden an den Fingern ab – dabei wäre es ein Leichtes, eine Uhr, die sich selbständig über die WLAN Anbindung einstellt, einzubauen.

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Natürlich bietet ein Topmodell aus dem Hause Siemens auch diverse Optionen für das jeweilige Waschprogramm. Welche Optionen man jeweils auswählen kann, richtet sich natürlich nach dem Programm, selbiges gilt für die auswählbare Temperatur sowie die Schleuderdrehzahl. Grundsätzlich ist die Bedienung am einfachsten, wenn man iDos verwendet, das Programm wählt und START drückt. Komfortabler geht es nicht.

Wer auch während des Waschens sein Gerät per App bedienen will, muss die Taste Fernstart berühren. Wird die Taste nicht betätigt, so zeigt bei laufendem Waschvorgang die App lediglich die Restdauer sowie das gewählte Programm und die gewählten Optionen an, das Pausieren oder Stoppen des Programms ist dann aber nur direkt am Gerät möglich.

In Summe ist die Bedienung weitgehend vorbildlich und einfach – witzigerweise sogar logischer und einfacher als es die Bedienungsanleitung vermuten ließe!

iDos

Grundsätzlich ist das iDos System wunderbar. Allerdings empfehle ich jedem, es wirklich mit Weichspüler und dem am häufigsten verwendeten Waschmittel zu befüllen. Befüllt man z.B. die Weichspülkammer mit Waschmittel, was durchaus möglich ist, kann man Weichspüler NICHT mehr dosieren (auch nicht manuell, außer man passt den letzten Spülgang ab) und muss zudem ständig auswählen, welche iDos Kammer man nun benutzen möchte.

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Auch wer häufig wechselt, sprich mal bunt, mal fein, mal Wolle mal weiß wäscht muss häufig das iDos Menü aufsuchen und dann eben die automatische Dosierung für eben die Waschmittelkammer abschalten um manuell Waschmittel in die “freie” Einspülkammer dosieren zu können. Kein Thema im Grunde aber man sollte sich dessen dennoch bewußt sein.

Siemens WM6YH840-1

Ich wasche fast nur bunt und maximal einmal die Woche weiß – von da her absolut OK.

Was ebenfalls bedacht werden muss ist der Ablauf vor dem Waschvorgang. Immer:

  1. Maschine einschalten
  2. Programm wählen
  3. Optionen wählen
  4. iDos ggf. wählen (Dosierung/Kammer)
  5. DANN erst die Wäsche befüllen.

Befüllt man die Wäsche zuvor so zeigt die Maschine die Beladungserkennung an und spring fast immer aus dem iDos Menü wieder raus. Weiß man das so ist das ebenfalls kein Thema, es kann aber dennoch ab und zu nerven.

Schön gelöst: Die Maschine merkt sich je Programm (sofern selbiges iDos unterstützt), welche Option zuletzt gewählt wurde. Wäscht man also z.B. im “normalen” Baumwollprogramm meist weiß, so könnte man, wie ich, die Waschmitteldosierung abwählen, weil man ja weißes Waschmittel manuell dosiert; im Baumwoll Eco Programm hingegen läßt man die automatische Waschmitteldosierung eingeschaltet. Im standard Programm läßt sich so dann die “Speed” oder “Eco” Option bequem hinzuwählen und man sollte für den Alltag gerüstet sein.

Videoreview

Waschdauer

Fast alle modernen Waschmaschinen werben mit “A+++” Tauglichkeit, mit niedrigem Wasser und vor allem auch niedrigem Stromverbrauch. Machen wir uns bitte aber nichts vor: Wenig Strom verbrauchen KANN eine Waschmaschine nur dann, wenn sie das Wasser nicht so stark erwärmt.  Alle Maschinen heizen daher oftmals anstatt auf 60°C nur auf 45°C oder 50°C und erhöhen eben die Programmdauer oder verwenden einen aggressiveren Waschrhythmus um ein ähnliches Waschergebnis zu erzielen. Soviel zu den Fakten.

Meine alte Miele braucht im Programm Koch/Buntwäsche 1h und 26min für ein perfektes Waschergebnis. Diese Siemens Waschmaschine veranschlagt im Standardprogramm “Baumwolle” 2h und 20min für einen Waschgang. Im Programm “Baumwolle Eco” werden sogar 3h und 33min veranschlagt. Allerdings, und das finde ich an der WM6YH840 extrem praktisch, gibt es die Taste “SpeedPerfect”; Waschrhythmus, Wasserverbrauch und Temperatur werden erhöht und so wird die Wäsche in etwas mehr als einer Stunde sauber (aber nur bis zu 5kg Wäsche, nicht 8kg).

Ich halte das so: Ist es nicht dringend, so programmiere ich die Maschine so, dass das Waschprogramm entweder fertig ist, wenn ich aufstehe oder dann, wenn ich nach Hause komme. In diesen Fällen verwende ich für Buntwäsche fast immer das Eco Programm. Bin ich zu Hause und möchte “etwas weiter bringen”, läuft die Maschine fast immer im “SpeedPerfect” Modus.

Insgesamt bin ich hier also flexibel und kann dennoch, wenn die Zeit es erlaubt, sparsam waschen. Finde ich gut!

Die Optionen “SpeedPerfect” oder “EcoPerfect” können nicht bei allen Programmen gewählt werden. Wo man sie auswählen kann ist aber durchaus schlüssig in Abhängigkeit vom jeweiligen Programm.

Programm/Dauer standard/Dauer Speedperfect/Dauer EcoPerfect /Maximale Beladung (kg Trockenwäsche)

  • Auto 1:10 6kg
  • Auto sanft 0:59 3,5kg
  • Hemden 1:05/1:00/1:10 2kg
  • Outdoor 1:04/0:59/1:09 2kg
  • Pflegeleicht plus 1:07/1:02/1:12, 3,5kg
  • Super 15 0:15 2kg
  • Hygiene 2:27/2:12/2:42 6,5kg
  • Baumwolle 2:20, 8kg/1:09, 5kg/3:33, 8kg
  • Baumwolle Eco 3:33/8kg
  • Pflegeleicht 1:51/0:51/2:07 4kg
  • Schnell/Mix 1:03/0:45/1:19 4kg
  • Fein/Seide 0:43/0:38/0:48 2kg
  • Wolle 0:40 2kg

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch dieser Waschmaschine ist sehr niedrig, zudem bietet sie einen leiseren Waschmodus für die Nacht an. Allerdings wird hier auch die Schleuderdrehzahl deutlich (auf 800rpm) reduziert.

Beim Schleudern mit Maximaldrehzahl (1600rpm) macht die WM6YH840 aber durchaus mehr Lärm als es die alte Miele mit 1800rpm tat. Während des normalen Waschens hingegen ist die Siemens Maschine so leise wie auch die Miele – das liegt nicht zuletzt am von Siemens “IQ Drive” genannten Motor. Auf diesen gibt der Hersteller sogar 10 Jahre Garantie! Im Grunde ist das jetzt nichts bahnbrechendes, wie gesagt, meine alte Miele hatte das schon vor 16 Jahren. Aber erfreulich ist der Einsatz der Technik ohne zweifel. Denn hinter dem Namen verbirgt sich ein Bürstenloser Motor, sprich, der Motor läuft viele Jahre nahezu verschleißfrei und allem leise.

Qualitätsanmutung

Alle Oberflächen und Bedienelemente erscheinen ausgesprochen hochwertig, wobei sich erst über die Jahre zeigen wird, wie robust und langlebig farbige Kunststoffelemente wie die silbernen Sensortasten oder das Drehrad tatsächlich sind. Auch sucht man bei Siemens emaillierte Oberflächen vergebens. Während früher Miele das gesamte Gehäuse emaillierte sind auch hier derzeit nur die Fronten emailliert. Emaille zeichnet sich durch außerordentliche Härte und Kratzunempfindlichkeit aus, ist aber eben auch teuer.

Programme, Sonderfunktionen & Spezielle Features

Standardprogramme

  • Auto
  • Auto Sanft
  • Hemden
  • Outdoor
  • Pflegeleicht Plus
  • Super 15
  • Hygiene
  • Baumwolle
  • Baumwolle Eco
  • Pflegeleicht
  • Schnell/Mix
  • Fein/Seide
  • Wolle
  • …weitere
    • Abpumpen
    • Gardinen
    • Trommel reinigen
    • Nacht waschen mix
    • Spülen
    • Schleudern

Programmoptionen

  • SpeedPerfect (kürzere Programmdauer bei erhöhtem Wasser- und Energieverbrauch)
  • EcoPerfect (verlängerte Programmdauer bei geringem Wasser- und Energieverbrauch, reduzierte Temperatur)
  • Vorwäsche
  • Extraspülen (1-3 extra Spülgaänge)
  • Knitterschutz
  • Spülstopp
  • Leiser Waschen
  • Fleckenoption (Babynahrung, Blut, Ei, Erdbeere, Erde & Sand, Gras, Kaffee, Kosmetik, Orange, Rotwein, Schokolade, Schweiß, Sockenschmutz, Fett & Öl, Tee, Tomate)

Wie sinnvoll manche Programme sind, hängt natürlich vom Haushalt ab. Ich habe eigentlich nur Verwendung für Baumwolle, Pflegeleicht & Hemden und würde sogar z.B. Fein/Seide sofort gegen ein Jeansprogramm tauschen; das gibt’s nämlich nicht. Die gebotenen Programme aber erscheinen durchaus eine gute Auswahl darzustellen und sollten für jeden Anwendungsfall absolut ausreichend sein.

Nach dem Umzug und langwierigen Gartenarbeiten waren z.B. die schneeweißen Badezimmer-Vorleger stark in Mitleidenschaft gezogen. Selbige dürfen aber leider nur bei 40°C gewaschen werden. Dank Fleckenoption “Erde & Sand” und einem Vollwaschmittel für weiß wurden die Vorleger wieder makellos sauber.

Schade finde ich, dass die Maschine keine direkte Option für “Einweichen” kennt. Fairerweise muss ich aber auch anmerken, das die “Fleckenoption” durchaus, je nach Fleck, automatisch die Wäsche einweicht und so weiter zum hohen Bedienkomfort beiträgt.

Ebenfalls schade ist die fehlende Trommelbeleuchtung, schließlich reden wir hier vom IQ800 Topmodell und nicht von der Einsteigervariante. Speziell, da der Trockner eine wunderbare LED Beleuchtung hat, hätte dies auch dieser Waschmaschine gut zu Gesicht gestanden!

Waschergebnis

Kurz und gut: Tadellos. Das iDos System funktioniert zuverlässig. Es kommt zu keinerlei Schaumbildung und die Wäsche wird perfekt sauber. Natürlich gibt es immer mal wieder “Problemflecken”, zaubern kann halt aber keine Waschmaschine. Sowohl das Waschergebnis als auch die Schleuderleistung sind sehr gut.

Aquasensor, Beladungserkennung & Unwuchterkennung

Diese Waschmaschine hat einen Wassertrübungssensor eingebaut und steuert die Spülgänge entsprechend der Wassertrübung. So wird nur so viel Wasser wie notwendig verbraucht. Erfreulich, dass auf Wunsch extra Spülgänge angewählt werden können.

Auch die Beladungserkennung mit Forschrittsbalken ist ausgesprochen hilfreich, um die Maschine dem gewählten Programm entsprechend nicht zu überladen. Im Standard-Baumwollprogramm passen bis zu 8kg Trockenwäsche in die Trommel.

Hinsichtlich der Unwuchterkennung hat Siemens gute Arbeit geleistet, wenngleich ich hier noch besseres von Miele gewohnt bin. Die WM6YH840 beginnt sanft zu schleudern und steigert die Drehzahl fast stufenlos. Werden Unwuchten erkannt bremst die Trommel etwas, sodass sich die Wäsche etwas auflockert. Miele hat hier mehrere Reversierungen der Trommelbewegung eingebaut gehabt, was zu einer noch gleichmässigeren Verteilung führte. Große Unwuchten (was auf Dauer die Dämpfer der Maschine schädigen würde) werden aber auch bei dieser Waschmaschine bislang zuverlässig vermieden.

HomeConnect

HomeConnect ist im Grunde eine freie Plattform der sich, auf Wunsch, alle möglichen Hersteller anschließen können (bzw. könnten). Aktuell verwenden allerdings nur Bosch und Siemens dieses System – und beide haben sich dezidiert gegen Apples HomeKit entschieden. Leider, denn hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich eben lieber gesagt “Hey Siri, starte den Wäschetrockner” anstatt noch eine extra App installieren zu müssen.

Home Connect App (AppStore Link) Home Connect App
Hersteller: Home Connect GmbH
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

Doch sei’s drum. Die HomeConnect App ist gratis und funktioniert einwandfrei – sowohl auf iPhone als auch auf dem iPad. Befindet man sich im heimischen WLAN wird direkt Verbindung mit dem betreffenden Haushaltsgerät aufgenommen, ist man unterwegs so läuft die Kommunikation über den HomeConnect Server – letzteres kann auf Wunsch sogar unterbunden werden. Löblich!

Nachdem man sich in der App registriert hat und mit wenigen Klicks die betreffenden Geräte hinzugefügt hat kann die Waschmaschine über die App gesteuert werden, sofern die Fernstartfunktion aktiviert wurde. Unerklärlicherweise muss dies immer manuell am Gerät erfolgen – vermutlich aus Sicherheitsgründen.

Die App wiederum bietet verschiedene Funktionen. So kann manuell Einfluß auf das geplante Programm, die Dauer des Knitterschutzes und etwaige Programmoptionen genommen werden oder aber im sogenannten “Easy” Modus einfach die Zusammenstellung der Textilien angewählt werden um dann das ideale Programm vorgeschlagen zu bekommen. Dieses kann sodann, auf Wunsch, direkt an die Waschmaschine gesendet werden.

Für mich ist aber schlicht die Push-Benachrichtigung bei Fehlern oder beim Programmende Grund genug gewesen, auf dieses (neueste) Modell zu warten. Netter Nebeneffekt: Theoretisch kann Siemens über HomeConnect bzw. WLAN auch Softwareupdates für das Gerät zur Verfügung stellen – ob da jemals welche kommen, wird auch die  Zeit zeigen.

Wartungsfreundlichkeit

Waschmaschinen bedürfen ja grundsätzlich kaum Wartung. Regelmäßig sollte man die Waschmittelschublade von Rückständen reinigen und man sollte darauf achten, regelmäßig Programme mit mindestens 60°C und bleichehaltigem Vollwaschmittel laufen zu lassen. Dann sollten sogar teure Maschinenpflegeprodukte unnötig sein. Wird hingegen ständig nur bis maximal 40°C gewaschen und das mit Flüssigwaschmitteln so führt dies zur Bildung eines Bakterienfilms im inneren des Laugenbehälters, Gerät und Wäsche können zu müffeln beginnen.

Diese Waschmaschine erinnert auf Wunsch regelmäßig daran, das Trommelreinigungsprogramm ablaufen zu lassen. Sehr gut. Übrigens: Entkalkungszusätze sind weitgehend nutzlos, da alle modernen Waschmittel entsprechende Wirkstoffe ohnehin enthalten. Nur bei extremst hartem Wasser könnte man noch auf Calgon & Co. setzen, ansonsten das Geld besser woanders investieren.

Abgesehen von der Trommelreinigung funktioniert die Maschine wartungsfrei.

FAZIT

Nach mehreren Wochen im fast täglichen Einsatz bin ich ausgesprochen zufrieden mit dieser Anschaffung. Die WM6YH840 von Siemens ist eine hübsche und vor allem auch leise Waschmaschine die sich durch große Programmvielfalt und zahlreiche Optionen sowie einfache Bedienung, und, dank HomeConnect, den neuesten Features auszeichnet.

Wirkliche Mängel konnte ich keine feststellen. Siemens könnte ein paar Kleinigkeiten noch an der Software verbessern, wie oben beschrieben, letztlich sind dies aber marginale Punkte.

Natürlich kann ich nach einigen Wochen der Benutzung nur ein Fazit zu den genannten Features und der häufigen Nutzung abgeben, nicht aber zur Haltbarkeit. Wie aber schon beim alten Miele Trockner wird auch dieser Testbericht aktualisiert, sobald sich irgendwelche Neuigkeiten zum Gerät ergeben sollten!

Wie ist also zusammenfassend mein Eindruck von der Siemens Waschmaschine WM6YH840 mit HomeConnect? Ausgesprochen positiv! Bedienung und Design top, Features ebenfalls. Eine Trommelbeleuchtung hätte ich mir dann aber doch gewünscht. Trotzdem natürlich beide Daumen hoch!

 

4 Antworten auf „Siemens Waschmaschine WM6YH840 mit Home Connect im Test“

  1. Guten Tag. Danke für den tollen Bericht. Hier meine Frage: Es muss doch möglich sein die Maschine ständig auf Fernsteuerung zu stellen. Damit nicht jedes Mal vor Abfahrt auf Fernsteuerung gestellt werden muss?! Würde gern die Wäsche einlegen und spontan im Büro entscheiden ob ich sie einschalte oder nicht. Können sie helfen?

    1. Hi Michael, klar, das funktioniert wunderbar. Einzige Voraussetzung ist dass man eben z.B. am Morgen die Wäsche einfüllt, die Tür schließt, die Maschine natürlich eingeschaltet ist und man die Taste Fernstart gedrückt hat. Dann ist es nicht notwendig, eine Endzeit bzw. einen verzögernden Start einzustellen.

      Über die App kann man dann nach belieben das Programm wählen, Temperatur und Optionen auswählen und dann manuell das Programm jederzeit starten. Dauerhaft aktiviert kann Fernstart allerdings nicht werden, nach einem Ein/Ausschalten der Waschmaschine muss es immer wieder neu aktiviert werden.

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