Lang lang ist’s her, seit ich einen Testbericht zu einer “boxed” Spiele Version geschrieben habe; also einem Spiel, das in einer Verpackung auf DVD geliefert wird. Und ich muss schon sagen, das hat schon was, mal wieder ein Spiel in “Händen” zu halten und den Mac mit einer DVD zu füttern! Im folgenden Testbericht wollen wir uns nun also “Planets under attack” dieses angeblich süchtig machende Spiel genauer ansehen.

Verpackung

Hier muss mal definitiv gesagt werden: Hat was! So eine Verpackung. Planets under Attack wird in klassischer DVD Hülle und einer “Schachtel” aus Karton geliefert, die zudem ebenfalls aufgeklappt werden kann. Sehr fein. Zudem wirkt die Verpackung durchaus hochwertig. So sehr ich den Komfort des Appstores auch liebe, aber mal wieder ein Spiel auszupacken ist definitiv schön. Klappt man den Deckel des Kartons auf, so wird man von einladenden Texten rund um’s Spiel  und vielen bunten Bildern. Macht Lust auf mehr! Schön fand ich auch, dass der Papiereinschub der DVD Hülle als Wendecover designt ist, wodurch der hässliche FSK6er Hinweis einfach weggedreht werden kann ;-).

Für 19,99€ erhält man meist nicht so hübsche und auch wertige Verpackung geliefert, heutzutage. Allerdings befürchte ich, dass viele Spieler eher im Appstore nach diesem oder derartigen Spielen suchen dürften, ohne viel Wert auf die Verpackung zu legen…

Spielprinzip & Installation

Also mal ganz ehrlich: Wenn bei einem Spiel in der Werbesprache schon mal vorkommt, es mache süchtig, bin ich prinzipiell skeptisch. In meinem Test allerdings, das muß ich zugeben, hat sich dies irgendwie bewahrheitet…

Da kam eines Nachmittags das Spiel mit der Post und Abends setzte ich mich hin um es zu testen. So weit, so gut. Die Installation am iMac (oder MacBook Air mit sharing des Superdrives des iMacs) funktionierte einwandfrei, ca. 680MB an Daten waren recht flott kopiert aus dem Diskimage. Seriennummer eintippen und es konnte losgehen.

Zunächst wird man ins Spielprinzip eingewiesen. Dieses erscheint auf den ersten Blick sehr einfach: Man schlüpft in die Rolle des Protagonisten der mit recht leeren Taschen aufbricht, das Weltall zu erobern. Man startet mit einem kleinen Planeten und einer sehr begrenzten Anzahl von z.B. 10 Raumschiffen. Der Nachbarplanet ist sagen wir mal neutral und hat nur 6 Raumschiffe zu seiner Verteidigung.

Wir schicken also unsere Schiffe aus, sind in der Überzahl und schwups ist der Planet unser. Gut. Der Planet kann nun noch ausgebaut werden um einer größeren Anzahl an Bewohnern Unterschlupf zu bieten, die, solange kein Angriff läuft, auch brav Steuern zahlen und uns damit Geld für neue Raumschiffe verschaffen. So erobert man sich dann mit den neuen Raumschiffen durch das Universum. Klingt einfach, nicht wahr?

Nun, so einfach bleibt es aber nicht, da es natürlich nicht nur neutrale Planeten gibt, die aktiv keine Angriffe starten, sondern auch Gegner wie Menschen, die den gleichen Gedanken wie wir haben, nämlich die Galaxie zu erobern. Später im Spiel, hat man es sogar mit zwei Gegnern, teils zwei Menschen aber auch mit Käfern zu tun, die z.B. nach 3min aus ihren Eiern schlüpfen und sodann in unheimlicher Vielzahl die mühsam aufgebauten Außenposten versuchen einzunehmen. Das wird richtig stressig und hektisch!

Die Steuerung selbst bleibt aber einfach. Klickt man links auf einen anzugreifenden Planeten und hält die Maustaste gedrückt, so erhöht man die Anzahl der Raumschiffe, die zum Einnehmen des Planeten entsendet werden. Ein Doppelklick bricht den Angriff wieder ab. Klickt man einen der eigenen Außenposten oder auch Angriffssterne mit der rechten Maustaste an, so kann dieser aufgerüstet werden.

Zusätzlich können alle der 32 Missionen auch in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden und man darf die eigenen Waffen und Außenposten sogar mit 15 im Laufe des Spiels freischaltbaren Technologien aufrüsten.

Online-Multiplayer

Leider konnte dies nicht getestet werden da sich zum Testzeitpunkt anscheinend keine anderen Onlinespieler in “Reichweite” befanden. Wird aber nachgereicht. Eine Möglichkeit das Spiel über Steam zu spielen existiert übrigens auch!

Fazit

Nun, die Frage aller Fragen: Ist “Planets under attack” sein Geld wert? Nun, das kommt auf den Maßstab und den Spieler an sich an. Für mich persönlich ist das Spiel einerseits durch die Verpackung und Aufmachung mit teils dreimal so teuren Titeln für Wii, Wii U oder PS3 zu vergleichen und liefert hier definitiv mehr Detailverliebtheit, was die Verpackung angeht.

Realistisch betrachtet ist das aber für die meisten Spieler eher nebensächlich. Das Spielprinzip ist zwar einfach strukturiert, zieht den Spieler und Fan von strategischen Spielen aber rasch in seinen Bann und sorgt für viele Stunden Spielspass. Gerade Fans von nicht zu komplexen Strategiespielen dürften durchaus auf ihre kosten kommen.

Den Entwicklern würde ich aber eine Veröffentlichung im AppStore sowie eine Integration von Gamecenter sowie einen Preis von etwa 9,99€ bis maximal 11,99€ ans Herz legen um viel mehr Spieler erreichen zu können. Erhältlich ist das Spiel derzeit im Shop des Herstellers für 19,99€ für Mac sowie PC.

Würden wir mit Sternen bewerten, so bekäme “Planets under Attack” von uns vier von fünf Sternen.

Verbesserungsvorschläge

Retinagrafiken. Es wäre schön, als Spieler am iMac z.B. hochauflösende Grafiken geliefert zu bekommen, die der hohen Auflösung des Rechners entsprechen. Selbiges gilt natürlich umso mehr für die neuen Retina Macs. Hier könnte ja in den Einstellungen ein (kostenfreier) zusätzlicher Download angeboten werden um das Spiel selbst schlank zu halten.

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