So schnell kann’s gehen. Lobte ich meinen Mobilfunkbetreiber AKA “Orange Austria” bislang noch hoch und war mit deren Services durchaus zufrieden, so hat sich die Lage nun etwas geändert.
Zwar kann ich immer noch nicht über deren Tarife oder die iPhone Preise generell meckern, das mag alles durchaus legitim sein, das Recht, Gewinne zu schreiben, solle man außerdem niemandem, auch nicht den Mobilfunkbetreibern, absprechen.
Was momentan aber los ist am österreichischen Mobilfunkmarkt, stinkt, und zwar gewaltig.
Der Hintergrund: Mit Release von Apples neuer iPhone Software in der Version 3.0 bietet sich dem geneigten iPhone besitzer eine interessante neue Möglichkeit. Nämlich das eigene iPhone quasi als Modem zu nutzen. Genauergesagt die Internetverbindung des iPhones mitzubenutzen. Das ist ja genaugenommen absolut nichts Neues. Geräte aus dem Hause SonyEricsson oder Nokia können das schon seit Jahren. Klar, die Geschwindigkeit hat sich geändert, und mit dem kleinen Schieberegler hat Apple den Komfort zur Nutzung natürlich um einiges verbessert. ABER: Neu ist dieses Feature nur für iPhone Nutzer. Und längst überfällig war’s ebenfalls, das Feature.
Ihr habts eigentlich ja gerade gelesen: Apple baut dieses Feature ein. Orange Austria oder sonst irgendein Provider hatte da NICHTS mit zu tun. Nebenbei bemerkt hat’s Orange ja nach fast einem Jahr immer noch nicht geschafft (bzw. will immer noch nicht) seinen Nutzern “Visual Voicemail” zur Verfügung stellen.
Nun ist es weiters so, daß man als iPhone Besitzer quasi gezwungen ist, einen Datenvertrag zu haben. Sei es im Falle von Orange Austria das iPhone Paket, sei es ein eigenes Internetpaket oder wie man es auch immer nennt. Damals, vor einem Jahr, als ich mein iPhone 3G von Orange holte gab es auch kein Datenpaket zum normalen Vertrag, das iPhone Paket für 14EUR pro Monat mit 3GB Daten war OK, wurde von mir also dazugenommen und bleibt auch bestehen. Ich zahle also 14EUR für 3GB Daten wo es heutzutage schon Datentarife bei Orange gibt, die 15GB für 15EUR anbieten, aber OK, sind ja auch noch *sarkasmus-EIN* 100SMS (edit 14.07.09 und MMS!) österreichweit dabei! *sarkasmus-AUS*.
Orange plant nun, 2EUR pro Monat zusätzlich zu verlangen, wenn Nutzer Tethering verwenden möchten. Wohlgemerkt ist, um überhaupt die Option zu haben, 2EUR für Tethering extra zahlen zu _dürfen_ das iPhone Paket obligatorisch! Zusammenfassend: Orange will z.B. Nutzer, die den Team Orange Tarif 39 wählen müssen, weil sie z.B. auf 400 includierte EU Telefonieminuten angewiesen sind, dazu zwingen, für Tethering das iPhone Paket PLUS 2EUR extra zu nehmen, obwohl bei dem genannten Tarif schon 1000SMS EU weit sowie 3GB Daten includiert sind. Hallo? Geht’s noch? Das ist frech. Das ist unsäglich frech und kundenunfreundlich.
Wenn ich mich entscheide, horrende 14EUR für nur 3GB an Daten zu bezahlen (edit 14.07.09: im Falle des iPhone Pakets) , erwarte ich auch, diese Daten wie mir beliebt, einzusetzen. Und sei es um ein Dummy-File in 3GB Größe jeden Monat herunterzuladen. Es kann dieser kundenunfreundlichen Firma egal sein, mit welchem Endgerät oder zu welchem Zweck ich online gehe. Ich habe für die Daten bezahlt, ich will sie nutzen. Und wenn dies über tethering mit einem iPhone geschieht, dann eben so. Daß es auch anders geht, zeigt T-Mobile Austria. Dort kostet tethering nämlich nicht extra.
Dieser Artikel gilt für jeden Mobilfunkbetreiber der sich erdreistet für tethering extra Geld zu verlangen. Ich wage offziell mal anzuzweifeln, ob dies überhaupt rechtens ist. Aber das traurige ist ja, daß es die Nutzer (ICH NICHT!) fressen werden, brav die 2EUR zahlen werden, und dann auch noch DANKE ORANGE sagen werden…. wie es immer so ist.
Daß dieser Artikel im großen WWW verpuffen wird ist mir schon klar; aber gesagt haben wollte ich’s dennoch. Und daß es Mittel und Wege gibt, diese Extrakosten zu umgehen, ist wohl auch klar. Gott sei Dank.


























Pingback: Zuviel Hype « Rossau