Elektrorasierer mit Wegwerfklingen? Philips Oneblade Pro QP6520/30 im Test

QP6520_30-RTP-global-001Als langjähriger Bartträger war ich natürlich sofort Feuer und Flamme als ich von Philips eines der neuesten Produkte, den “Oneblade Pro”, zum Test erhielt. Das Werbeversprechen lautet, das Gerät brächte eine bis zu vier Monate haltende Wechselklinge, sei nass und trocken verwendbar und dank eines Präzisionskamms mit 14 verschiedenen Längeneinstellungen auch richtig vielseitig einzusetzen. Persönlich finde ich auch den verbauten LiIon Akku als durchaus löbliche Paket-Zugabe. Sehr fein. Nun wollen wir uns also mal ansehen, wie der Oneblade sich in der Praxis schlägt.

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Verpackung & Lieferumfang

Ich mag Blister Verpackungen einfach nicht. Beim Oneblade musste man die Verpackung zwar nicht aufschneiden, aber gefühlt 10 Klebeband-Streifen abziehen. Sorry Leute, das geht einfacher, hübscher und auch umweltfreundlicher. Mit dabei bei der “Pro” Version des Oneblade ist ein Aufsteckkamm der 14 verschiedene Längenabstufungen möglich macht sowie eine kleine Ladestation das Netzgerät und ein Beutelchen um alles gegebenenfalls transportieren zu können. Weiters ist natürlich auch eine Klinge mit von der Partie.

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Der Akku ist ab Werk nicht vollständig geladen, nach einer halben Stunde etwa aber kann man loslegen und kommt dann eine ganze Weile mit einer Akkuladung aus.

Design & Handhabung

Das Design ist durchaus schick und das Gerät lässt sich, auch ob seiner geringen Größe, gut bedienen und auch verstauen. Super. Die getestete Pro-Variante weist ein silbernes Kunststoffgehäuse auf, die Klinge ist die selbe wie auf allen Oneblade Modellen. Direkt über dem Einschaltknopf finden wir zudem ein helles und ausgesprochen gut ablesbares Display welches den Ladezustand des (fest verbauten) Akkus anzeigt.

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Der Oneblade läuft immer auf der selben Geschwindigkeit, es gibt nur eine Betriebsstufe.

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Der Aufsteckkamm sitzt sehr präzise am Gerät und das große Einstellrad macht das Einstellen der Schnittlänge zum Kinderspiel.

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Dank der mitgelieferten Ladeschale kann das Gerät zudem auch platzsparend aufgestellt gelagert werden, ebenfalls super. Nichts ist nerviger als baumelnde Kabel und herumkugelnde Geräte.

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Ergonomie & Schnittergebnis

Was mich richtig erstaunt hat beim Oneblade ist, dass er tatsächlich eine Rasur ermöglicht und nicht nur ein Trimmen. Was bisher ein klassischer Nassrasierer (mit hoffnungslos überteuerten Klingen) erledigen musste, kann dank des Oneblade zwar nicht unbedingt schneller aber definitiv sparsamer und mindestens so gründlich erledigt werden.

Die Oneblade ist zudem flexibel aufgehängt, was speziell z.B. am Hals oder Kehlkopf Schnittverletzungen fast ausschließt. Dei rautenförmige Textur der Klinge wiederum macht das Gleiten auf der Haut anscheinend tatsächlich sehr einfach und angenehm.

Benutzt man den Rasierer ohne den Aufsteckkamm so kann man den Bart wunderbar in Form bringen und z.B. den Hals ausrasieren und klare Schnittkanten erzeugen. Ein bisschen üben muss man dann aber schon, speziell was die “Zugrichtung” des Rasierers angeht. Unter dem Kinn beispielsweise funktioniert das Ganze nur dann, wenn man quasi mit der “Rückseite” der Klinge den Schnitt ansetzt. Aber ich würde mal meinen, auch die Nassrasur haben die wenigsten von uns beim ersten Mal perfekt hinbekommen 😉

Beim Verwenden des Aufsteckkamms kann ich leider nur von mittelmässigen Ergebnissen berichten, die einem dezidierten Barttrimmer leider nicht wirklich das Wasser reichen können – zumindest nicht bei meinem Barthaar. Ich muss aber auch dazu sagen, dass der Oneblade eher für das leichte Trimmen eines nicht allzu langen Bartes konzipiert zu sein scheint denn einen widerborstigen Vollbart in einem Rutsch um die Hälfte zu trimmen. Persönlich werde ich zum Trimmen des Bartes selbst in Zukunft wieder auf Bewährtes von Remington zurückgreifen, dafür werde ich den Oneblade mit Freude anstatt des bisherigen Gilette-Rasierers verwenden.

Jedem, der an dem Gerät interessiert ist, empfehle ich, sich die zahlreichen Videos auf Philips Homepage anzusehen um sich einen perfekten Überblick zu verschaffen.

Batterielaufzeit

Der Hersteller gibt eine Laufzeit von bis zu 90min an – bislang habe ich es noch nicht geschafft, die erste Akkuladung zu verbrauchen und das Gerät ist bereits über 6 Wochen im Test bei uns. Super also – und dank Lithium-Ionen-Technik dürfte der Akku auch ein Geräteleben lang durchhalten.

Wartung & Reinigung

Dank der einfach austauschbaren Klingen gestaltet sich die Wartung und Reinigung des Oneblade herrlich einfach. Unter heißem Wasser abspülen, kurz an einem Handtuch trockenklopfen und abtrocknen – das war’s. Wird die Klinge mal stumpf kann sie einfach bei Amazon oder einigen der bekannteren Drogeriemärkten nachgekauft werden.

Fazit

Also wenn ich ehrlich bin – ich wäre, rein vom Werbeversprechen her, kaum auf die Idee gekommen, das Gerät zu kaufen. Zwar ist der Oneblade preiswert aber eben nicht billig genug um ihn mal “einfach so zwischendurch” und “auf gut Glück” zu kaufen. Jetzt da ich das Gerät ausführlich getestet habe frage ich mich lediglich, wieso es so lange dauerte, bis jemand (in diesem Falle Philips) auf diese geniale Idee gekommen war? Tolles Gerät, kann unter fließendem Wasser gereinigt werden, schafft Nassrasur, hat einen langlebigen LiIon Akku, schneidet das Barthaar (auf Wunsch) auch tief unten ab ohne eine Nassrasur zu bedingen – super.

  

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