Review: Epson Ecotank ET-4550 – Drucken geht auch günstig!

product_et-4550_580x340Am grundsätzlichen Problem hat sich ja bislang nichts geändert. Entweder sind Drucker günstig, dafür lassen sich die Hersteller die Tinte im wahrsten Sinne des Wortes „vergolden“ oder die Drucker kosten eine Stange Geld, dafür ist der Unterhalt eher erschwinglich. Gerade aber bei Farblasern ist meist beides verhältnismäßig teuer, was speziell in kleineren Büros oder Homeoffices nicht wirklich optimal ist.

Epson bietet mit dem EcoTank ET4550 einen Drucker mit riesigen Tintentanks an, die sogar mit dem Fläschchen gefüttert werden. Ob diese Rechnung ausgeht und man tatsächlich als Käufer gut aussteigt bei einem doch recht hohen Anschaffungspreis wollen wir uns in diesem Testbericht ansehen.

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Verpackung, Lieferumfang & Inbetriebnahme

Verpackung

Nun, grundsätzlich muss man bei diesem Gerät beim Kapitel „Inbetriebnahme“ etwas ausholen. Hinsichtlich der Verpackung sei gesagt: Sehr groß  und leider aufgrund von Folien und Styropor nur bedingt  umweltfreundlich.

Lieferumfang

Beim Lieferumfang gibt es einen dicken Pluspunkt, Epson legt dem Drucker zwei komplette Sätze Tinte bei – ausreichend für tausende Seiten. Da das Scannen auch Wireless funktioniert ist ein USB Kabel glücklicherweise nicht mehr notwendig. Super! Weniger gut und damit ein Abzug ist der Fakt, dass ohne USB Kabel beim Druck vom Mac nur ein Bruchteil der Funktionen (Druckqualität, Farbanpassung usw.) genutzt werden können. Gerade an einem Cent-Artikel wie einem USB Kabel hätte Epson hier definitiv nicht sparen dürfen. Schön aber natürlich nicht notwendig wäre noch eine kleine Testpackung verschiedener Papierqualitäten gewesen.

Inbetriebnahme

Hier muss man anmerken: Den Umständen entsprechend hat Epson hier alles verhältnismäßig gut gelöst. Die Flaschen zum Nachfüllen der Tinte sparen Verpackungsmüll, denn auf aufwändige Tintenpatronen wird verzichtet. Sehr löblich. Da zudem das Auffüllen eher selten stattfinden muss, ist das etwas aufwändige Prozedere auch verschmerzbar. Wirklich komfortabel natürlich ist die erste Inbetriebnahme nur bedingt.

Die Kurzfassung: Ist der Drucker von allen Folien und Klebestreifen befreit kann mit der Befüllung begonnen werden. Jede Tintenflasche ist Luftdicht in Folie eingeschweißt. Ist die Folie entfernt so muss noch die Versiegelung der jeweiligen Flasche aufgebrochen werden und zusätzlich eine Folie zwischen Einfülldüse und eigentlicher Flasche entfernt werden. Dabei kann’s schon passieren, dass die Finger etwas schmutzig werden. Natürlich muss die Tinte sicher verpackt sein, dies ist aber dann doch etwas mühsam.

Stehen die Flaschen bereit so wird eine nach der andere in den dafür vorgesehen Tank gefüllt; eine Flasche befüllt dabei einen Tank vollständig. Der Drucker hat auf jedem Tank einen Verschlußstopfen der nun angebracht wird. Sind alle Tanks befüllt kommt aber der eigentlich langwierige Teil. Denn abgesehen von einem softwareseitig nicht schlüssigen Prozess (ohne Quickstartanleitung erführe man leider nicht, dass man die „Drucken“ Taste für mindestens 3 Sekunden drücken muss) wartet man nun 20-30 Minuten bis der Drucker einsatzbereit ist, da erst das gesamte  System mit Tinte befüllt werden muss.

Das mag sich jetzt etwas „negativ“ lesen, ist aber nicht so gemeint. Angesichts der Tatsache, dass man hier die Tinte vielleicht einmal pro Jahr nachfüllen muss und die langwierige Erstinbetriebnahme nur einmal stattfindet, sind das alles absolut verschmerzbare Punkte. Mit Ausnahme der Mühseligen Steuerung über ein LC Display, Richtungs- und Zifferntasten.

Denn schließlich will der Drucker ja auch mit dem WLAN verbunden werden! Einen Router mit WPS vorausgesetzt ist das sehr einfach; muss ein Passwort eingegeben werden fühlt man sich unweigerlich in die Zeit der „Pre-T9-Texteingabe“ aus der Pre-Pre-iPhone-Zeit zurückversetzt. Sorry Epson, hier gehört ein Touchscreen her, und wenn es nur ein resistiver ist.

Binnen 45min sollte der Drucker aber einsatzbereit sein und man kann mit dem Drucken beginnen.

Design & Verarbeitungsqualität

So richtig hübsch sind Drucker ja fast nie. Im Idealfall glatte Würfel oder Quader die dank Papierzuführungen, Schächten und Ablagen schnell aus dem Leim gehen 😉 Der ET4550 ist ein sehr großes Gerät – nicht zuletzt durch die üppigen Tintentanks. Das Design selbst ist OK, weder stößt man sich daran noch stört es im Büro. Für einen Wohnraum würde ich persönlich es weniger optimal finden, aber dafür wurde der Ecotank ja auch nicht konzipiert.

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Qualitativ wirkt der Drucker robust, alles sitzt an Ort und Stelle und obwohl alles aus Kunststoff besteht, macht der Drucker nicht den Eindruck, billig konstruiert zu sein. Man könnte sich ob des Anschaffungspreises noch einen Tick hochwertigere Kunststoffe wünschen, wird aber dennoch nicht enttäuscht. Das passt.

Grund zur Kritik bietet aber eben leider das Bedienfeld, im speziellen die Kombination aus LC Display und Richtungstasten. Schrieben wir das Jahr 2006 und nicht 2016 – kein Thema. Aber wir haben eben mittlerweile 2016 und verschachtelte Menüs auf dreizeiligen LC Displays sind einfach nicht mehr zeitgemäß, mehr dazu aber im Kapitel Bedienung weiter unten.

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Auf der Plusseite verbucht der Ecotank, dass das Display gut lesbar ist und die Tasten einen recht guten Druckpunkt aufweisen.

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Gewünscht hätte ich mir allerdings, nicht über das Menü den Bedienmodus anwählen zu müssen sondern schöne große Tasten für „scannen“, „kopieren“ und „faxen“ zu haben. So muss ich durch’s Menü navigieren und OK drücken um z.B. von „Scan“ auf „Kopie“ umzuschalten.

Besonders gut gefällt die Papieraufnahme, im speziellen für das bedruckte Papier. Diese ist teleskopartig auszuziehen und sehr stabil ausgeführt. Eine Wohltat nach z.B. dem HP Photosmart 5515 mit seiner gakeligen Papieraufnahme.

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Software, Treiber & Steuerung (Mac)

Am Mac wird der Drucker sofort korrekt erkannt und kann verwendet werden. Hier sei allerdings erwähnt, dass der Betrieb über Airprint lange nicht alle Optionen des Gerätes unterstützt. Während der Treiber für Airprint lediglich die Qualitätsstufen „Normal“  und „Optimal“ anbietet, so kann beim Anschluß über USB „Entwurf“, „Normal“, „Normal-vivid“, fein sowie extrafein gewählt werden. Für alltägliche Anwendungen und das schnelle Drucken zwischendurch über Airprint ausreichend – wer aber das Gerät ernsthaft verwenden will, wird unweigerlich auf den Anschluß via USB zurückgreifen müssen. Schade!

Gehen wir aber mal von einem normalen USB Anschluß aus so ist die Bedienung des Druckers wie bei jedem anderen Drucker am Mac auch.

Software, Treiber & Steuerung (Windows)

bislang nicht getestet mangels eines Windows PCs.

Bedienung am Gerät

Hier habe ich ja schon einige Punkte erwähnt. Das Bedienkonzept ist einfach nicht zeitgemäß. Klar, man kommt zum Ziel, keine Frage. Und nach ein bis zwei Wochen stellt die Navigation im minimalistischen Menü den Nutzer vor keinerlei Probleme mehr, dennoch, das ginge besser; es hätte doch schon von mir aus ein monochromes LC Display mit resistivem Touchscreen gereicht. Alles besser, als eine (teilweise leider unlogische) Pfeiltastennavigation.

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Abseits dieses Kritikpunkts gibt aber die Bedienung keine weiteren Rätsel auf. Der Drucker verbindet sich zuverlässig mit dem WLAN und erfüllt seinen Job wunderbar, egal ob zum Kopieren oder Scannen. Mangels eines Festnetzanschlusses konnten wir leider die Fax-Funktionalität nicht prüfen.

Grundsätzlich muss aber, außer für Faxen oder Kopieren eigentlich kaum das Bedienfeld des Druckers bemüht werden. Nach einem Firmwareupdate übrigens konnte man auch die ausgesprochen lästige Fragerei, welche Papierart nach dem Herausziehen der Papierkassette eingelegt wurde, abschalten. Eine Wohltat – wird meist doch durch den Mac vorgegeben, welche Papierqualität gerade Verwendung findet.

So gänzlich unsinnig ist das Fragen nach der Papiersorte seitens des Druckers natürlich nicht. Stellt man z.B. hier als Standardpapier „Fotopapier“ ein, würden alle Kopien mit Einstellungen für Fotopapier erstellt, selbiges würde auch für Faxe gelten. Schön also, dass man hier flexibel ist.

Videoreview

Im folgenden Video seht ihr die Erstinbetriebnahme (Achtung, hat einige Längen ;-)) sowie das Menüsystem und scannen sowie kopieren.

Druckqualität

Pro-Tip: Jegliche softwareseitige Maßnahmen hinsichtlich Farbkorrekturen abschalten. Immer. Danach die gewünschte Einstellung als Voreinstellung abspeichern. So kann schnell zwischen Foto- oder Entwurfsdruck gewechselt werden, ohne mühsame Dropdown-Listen durchforsten zu müssen.

Unten finden sich zwei Downloads mit Beispielen der Druckqualität. Bitte die angegebenen Dateigrößen beachten, Scans mit 1200dpi haben dann doch eine nicht zu verachtende Größe für den Download!

Entwurfsmodus

Dieser Modus ist eher lachhaft. Zwar druckt der Drucker wunderbar schnell, der Qualitätsunterschied zum Normalmodus ist aber ungefähr so wie der zwischen Bleistiftzeichnung und Laserdrucker. Vergesst den Entwurfsmodus.

Normal & Normal Vivid

Hier dürften die meisten Anwender das Auslangen finden. Die Qualität ist gut, die Druckgeschwindigkeit OK. Der ET4550 ist zwar keine Rakete beim Druck, fällt aber auch nicht durch übermäßige Langsamkeit auf. Der Unterschied zwischen Normal und Normal Vivid ist marginal, im „Vivid“ Modus wird anscheinend etwas mehr Tinte aufgebracht, das Druckbild, speziell die Farben, wirken etwas kräftiger.

Fein

Der Modus „Fein“ bringt nochmals eine leichte Verbesserung der Druckqualität – einhergehend mit sehr langsamem Druck. Eher unnötig.

Extrafein

Hier erlangt speziell das Druckbild für Text schon nahezu Laserdrucker-Qualität. Allerdings druckt der Ecotank hier auch nochmal langsamer als im „fein“ Modus. Es ist gut, dass der Drucker diese Qualität beherrscht, allerdings werden, ob der Dauer eines jeden Ausdrucks, sicher nur wenige Anwender diesen Modus häufig wählen. Für den Fotodruck auf Normalpapier allerdings ist diese Einstellung sehr empfehlenswert, die Ergebnisse überzeugen und bestechen durch lebendige Farben und sehr feines Druckbild.

Fotodruck

Einfach auf den ersten Punkt achten und alle von Epson angedachten „bildverbessernden“ Maßnahmen abschalten, dann klappt’s auch mit der Farbreproduktion sowie der Druckqualität. Ich konnte im Test die besten Ergebnisse auf Epsons Premium Hochglanz Papier erzielen. Hier sei aber erwähnt, dass der ET4550 leider keinen randlosen Fotodruck beherrscht. Natürlich ist das aber für einen für’s Büro konzipierten Drucker eher nebensächlich. Wer aber plant, ob der günstigen Tintenkosten den Drucker hauptsächlich für den Fotodruck zu verwenden, sollte dies bedenken.

Grundsätzlich ist der Fotodruck absolut zufriedenstellend und vor allem ohne den bitteren Beigeschmack der „vergoldeten“ Tinte der Konkurrenz.

Beispiele Druckqualität

Gescannt mit dem Ecotank ET4550, 1200dpi, Software: Epson Scan ohne bildverbessernde Maßnahmen

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fotopapierpdf

Was mir nicht gefallen hat war leider ein häufiger Ausfall einzelner Düsen des Druckkopfes. War der Drucker mal 2-3 Tage nicht in regelmäßigem Gebrauch kam es zur Streifenbildung. Das Düsen-Testmuster zeigte klar, dass einzelne Düsen verstopft waren. Grundsätzlich war dies durch das Reinigungsprogramm jedes Mal behebbar, wenn dies aber z.B. beim Druck auf teurem Fotopapier auftritt ist es einfach nur ärgerlich und darf zudem so häufig bei keinem Drucker vorkommen.

Haltbarkeit der Ausdrucke

Epsons Tinten sind Wasserfest und das zugehörige Papier (Epson Premium Glossy Photopaper, Affiliate Link ausgesprochen robust. Selbst nach einer Minute im Wasserbad blieben die Farben unverändert und die Tinte löste sich nicht aus dem Papier. Natürlich leidet jeglicher Ausdruck im Wasser allerdings bieten wenige Hersteller derart hochwertige und langlebige Tinten.

Die pigmentierte schwarze Tinte auf Normalpapier hingegen ist leider nicht ganz wischfest. Dieses Phänomen konnte ich aber bislang bei allen stark beworbenen pigmentierten Tinten feststellen, es ist also nichts besonderes. Man muss dies aber eben ebenfalls bedenken, denn Wasserfestigkeit heißt nicht zeitgleich Wischfestigkeit.

Airprint & Cloudprint

Wie schon eingangs erwähnt läßt sich der Drucker wunderbar über Airprint steuern, allerdings stehen dann nicht alle Optionen zur Verfügung.

Google Cloudprint funktioniert ebenfalls wunderbar, der Drucker ließ sich auf Anhieb hinzufügen. Allerdings muss hierzu die Email Adresse am Drucker selbst angegeben werden, was Dank des Tastenfeldes etwas mühsam ist.

Scannen

Der Epson Ecotank ist mit einem ADF (Automatic Document Feeder) ausgestattet der auch das Scannen mehrerer Seiten unterstützt. Solange hier also einseitig bedruckte und vor allem gerade und nicht verknitterte Seiten zugeführt werden, funktioniert der Einzugsscanner wunderbar; sofern man den Scan über den Mac anstößt. Der Aufruf am Drucker mit dem Mac als Ziel ist ein „hit and miss“ Spiel. Hier muss dringend nachgebessert werden. Auch verkraftet der ADF eher nur Normalpapier zwischen ca. 60 und 100g (meiner Erfahrung nach). Fotopapier über den Einzug zu scannen funktionierte im Test leider nicht. Klar, das ist  zu erwarten, sollte aber erwähnt werden.

Die Toleranz des ADF gegenüber verknittertem Papier oder jenem mit sagen wir mal „Abrisskanten“ ist recht gering. Hier kommt es in diesen Sonderfällen dann doch schnell zum Papierstau, allerdings in meinem Test ohne Beschädigungen an den zu scannenden Dokumenten.

Je nach der in der Software eingestellten DPI Anzahl variiert natürlich auch die Scan-Geschwindigkeit. Für Archivierungszwecke dürften 200-300dpi durchaus ausreichend sein – die erzielte Qualität und auch Geschwindigkeit ist gut, wenngleich nicht mit hochgezüchteten Kopiermaschinen oder dezidierten Dokumentenscannern vergleichbar. Auch muss bedacht werden, dass die bestmögliche Scanqualität hier direkt auf dem Vorlagenglas und nicht über den ADF erzielbar ist.

Witziger Fakt nebenbei: Scannt der ET4550 über den ADF in 1200dpi so wird hier die Einzelseite wesentlich flotter als vom Vorlagenglas eingelesen.

Die Scan-Software „Epson Scan“ verrichtet anstandslos ihren Dienst, erschreckend ist aber, dass ich die das Programm bereits von einem Scanner kenne, den ich vor sicher mindestens schon 10 Jahren eingesetzt hatte, und das meine ich jetzt hinsichtlich der Optik und auch nicht retina Tauglichkeit.

Jetzt mal ehrlich, Epson, ihr seid Jahrzehnte am Markt und habt einen guten Namen. Wie kann das sein, dass ihr keine ordentliche Software hin bekommt? Also echt jetzt, das ist leider peinlich und wird vor allem der guten Hardware nicht gerecht!

Epson scan non retina

Kopieren

Dies funktioniert einwandfrei, die Einstellung der gewünschten Kopierqualität wird allerdings durch das umständliche Menüsystem etwas erschwert.

Selbst aber die Standardeinstellung liefert zufriedenstellende Ergebnisse, egal ob einseitig vom Vorlagenglas oder direkt aus dem ADF. Natürlich erkennt der Drucker automatisch, ob sich Dokumente im ADF befinden und verwendet selbigen.

Druckgeräusch

Der ET4550 liegt hier im Mittelfeld. Weder fällt er durch große Lautstärke oder außerordentlich leises Drucken auf. Definitiv fällt er aber nicht negativ auf, super!

Kosten im Betrieb

Hier glänzt der Ecotank ohne Zweifel. Je Farbe sind ca. 10€ zu veranschlagen, Kompipacks gibt’s noch günstiger. Je Flasche liefert der Hersteller 70ml Tinte (CMY) sowie 140ml schwarze Tinte. Das entspricht über den Daumen gepeilt ca. 10 Tintenpatronen klassischer Drucker (in HPs „XL“ Patronen des Typs 364 befinden sich gerade mal 6ml je Patrone – bei Preisen bis zu 15€ – pro Stück!

Rechenbeispiel

HP: 6ml, 15€, ergibt 3€ pro ml Tinte
Epson Ecotank: 70ml, 10€, ergibt 14Cent pro ml Tinte

Damit sind die klassischen HP Patronen ca. 21mal so teuer, wie die Tinte des Ecotanks. Vom eingesparten Verpackungsmüll ganz zu schweigen. Und natürlich entfällt häufiges Nachbestellen bzw. Nachkaufen ebenfalls.

Wer nicht die teuren Originaltinten verwenden will sondern auf Tinten von sonstigen Herstellern setzt, könnte theoretisch nochmals sparen. Hiervon rate ich aber ab. Die High-Tech Druckköpfe von HP, Epson, Canon und Co. reagieren gerne allergisch auf Fremdtinten und im schlimmsten Fall wird der Drucker bei defektem Druckkopf wertlos.

Summa summarum kann gesagt werden: So günstig wie mit dem Ecotank lässt sich mit Tintenstrahltechnik kaum sonst wo drucken!

Tja und hinsichtlich Reichweite… während des mehrwöchigen Testzeitraums war es mir leider nicht möglich, die Tanks leer zu drucken, und das trotz vielfachem Fotodruck und bewußtem „mehr“ Drucken als es sonst meine Gewohnheit ist. Tatsächlich hat sich der Füllstand der Tanks nur marginal verändert.

Pro & Contra

+ Lieferung mit üppigem Tintenvorrat (lt. Hersteller für 2 Jahre)
+ Besonders gut für SOHO geeignet
+ Eingebauter Duplexdruck
+ Zuverlässiger ADF
+ ausgesprochen günstige Tinte
+ wasserfeste hochwertige Ausdrucke
+ guter Fotodruck für einen Office Drucker

– Treiber verbesserungswürdig
– Bedienkonzept des Geräts nicht mehr zeitgemäß
– Druckkopf bedarf relativ oft eines Reinigungsdurchgangs
– Für ein Bürogerät eher am Unteren Ende der Fahnenstange was die Druckgeschwindigkeit angeht

Fazit

Einerseits bietet Epsons Ecotank ET4550 alles was man sich heutzutage von einem Drucker wünscht. Günstigen Druck mit ganz gutem Fotodruck obendrein und ein Füllhorn an diversen Funktionen. Oftmals aber schleicht sich leider auch das Gefühl ein, dass diverse Punkte einfach nicht ganz zu Ende gedacht wurden (Menüsystem, Bedienkonzept, veraltete Software). Wer ein Gerät für über 400€ unter die Leute bringen will, darf weder an Software noch an USB Kabeln sparen, und ein anständiges Bedienkonzept, im Jahre 2016 mit Touchscreen, gehört hier ebenfalls dazu.

Für den klassischen Privatanwender der ab und  zu mal ein Onlineticket oder einen Flyer drucken will und gelegentlich auch mal ein kleines Foto, ist der Ecotank 4550 vermutlich zu viel des Guten.

Wer aber beruflich (oder auch privat) auf häufigen Druck in guter Qualität und viele farbige Drucksachen angewiesen ist oder wer gar sein kleines Unternehmen mit einem Netzwerkfähigen Farbdrucker versorgen will, der ist beim Ecotank gut aufgehoben. Würden wir eine Sternebewertung vergeben so wären es ca. 3,8 von 5 möglichen Sternen oder, nach dem Schulnotensystem so in die Richtung „2-“ 😉

 

4 Antworten auf „Review: Epson Ecotank ET-4550 – Drucken geht auch günstig!“

  1. In der Theorie stimmt das mit den Verbrauchskosten. Meiner Erfahrung nach bis zum Druckkopfproblem. Wenn der Druckkopf verstopft, kann man den im Grunde tollen Drucker zum Elektronikschrott liefern. Die Reparaturkosten übertreffen den Neupreis des Druckers.
    Wir standen vor 18 Monaten vor der Entscheidung einen neuen Drucker zu kaufen. Die Wahl fiel auf einen Epson Workforce Pro. Auch wegen der Druckkosten und Energiekosten im laufenden Betrieb. Nach 13 Monaten (!) war das Druckbild verschmiert, der Düsentest zeigte bei der schwarzen Patrone einen 1cm breiten und 3mm hohen Fehler. 25 x Reinigen, Düsentest, neuer Patronensatz um 100 Euro halfen nichts. Epson Support? Ein schlechter Witz. 1 Monat nach Garantieende Verweis auf Servicepartner welcher nicht imstande ist den Preis für den Druckkopftausch zu nennen. In diversen Online Shops kostet so ein Druckkopf ca, 200 Euro, auf der Epson Homepage „auf Anfrage“.

    In Summe war der Kaufpreis für das Gerät gut, die Verwendung in 1 Jahr toll. Am Ende kamen zig Stunden Fehlersuche, eMail Schreibereien, ein Satz Patronen und die Fahrt zum Altstoffzentrum. Nachhaltig blieb: Niemals wieder Epson.

    Ich hab jetzt auch noch kein „richtiges“ Ersatzgerät, sondern verwende einen aus dem Regal gefischten 10 Jahre alten HP Deskjet 6980. Da sind die Druckköpfe in den Patronen. Irgendwie für mich nach der Epson Erfahrung ein Kaufargument, auch wenn die Patronen teurer sind.

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