Aufgabenverwaltung: Things Testbericht

Ich muß heute noch so viel Zeug erledigen, du kannst es dir gar nicht vorstellen!

sowas hört man doch des öfteren, von den diversesten Stellen, nichtwahr?

Nun, jeder von uns hat vermutlich eine andere, mehr oder minder erfolgreiche, Strategie, um seine Sachen, seine Dinge (his or her Things) zu erledigen. Der eine schreibt sich PostITs, ein anderer wiederum tippt Notizen in sein iPhone, wieder eine versucht, sich einfach alles zu merken. Besonders letzteres ist leider bei den meisten von mäßigem Erfolg gekrönt und letztlich bleibt dann irgendetwas auf der Strecke.

Da war noch etwas ganz wichtiges das ich heute noch erledigen wollte, aber ich weiß nicht mehr, was es ist! 🙁

Auch das kennen wir wohl alle, dieses Gefühl 😉 Nur, was kann man dagegen tun? Hier setzt “Things” von Culturedcode an.

Things ist eine Aufgabenverwaltung, eine ToDo Liste, ein GTD (getting things done) Programm. Things zeichnet aber vor allem auch aus, daß es einfach und schnell mit iPhone und iPad abgeglichen werden kann. So entfällt das Problem, eine zu erledigende Aufgabe am mobilen Gerät erstellt zu haben, dann aber zu vergessen, dieses ToDo auch auf den Mac zu übertragen.

Things kann iPhone oder iPad mit dem Mac synchronisieren sobald auf beiden Geräten Things geöffnet ist und sich beide Geräte im selben WLAN Netzwerk befinden. Einfach nur ein einziges mal pro Device einen Code eintippen, das war’s. DAS ist mac-like, so gefällt mir das, als Nutzer. Nur eines ist leider nicht möglich, die synchronisation zwischen iPhone & iPad direkt. Hier ist immer die Desktop-Variante als “Relais-Station” von Nöten.

Wie schon erwähnt, gibt es Things als Mac-Variante. Billig ist es nicht, mit 49EUR. Aber Things ist definitiv jeden Cent wert!

Im folgende möchte ich in drei Blöcken auf jeweils die Mac, die iPad sowie die iPhone Variante von Things eingehen:

Things for Mac

Das Interface ist klar und aufgeräumt und gliedert sich in die linke Seitenleiste mit den Rubriken “Eingang”, “Fokussieren”, “Aktive Projekte” sowie ggf. “Bereiche” und “Personen” und das Logbuch sowie den Papierkorb.

Der Punkt “Eingang” erfaßt alle noch nicht weiter kategorieiserten Einträge die z.B. noch keinem Projekt zugewiesen wurden, oder noch anderweitig bearbeitet wurden. Es ist sozusagen eine Auffangbox für neue Gedanken, die man später dann weiter verfeinern kann.

Unter Fokussieren werden die fertig erstellten ToDos zusammengefaßt. Hier gibt es folgende (geniale) unterpunkte:

  • Heute” zeigt, ungeachtet des Projektes oder Bereiches automatisch alle HEUTE Fälligen ToDos an. Zusätzlich können beliebig Projekte oder teile selbiger in “Heute” angezeigt werden. Dies ändert aber nicht die Projektzugehörigkeit oder das Fälligkeitsdatum des jeweiligen ToDos! Und das z.B. ist ein geniales Feature von Things.
  • Als nächstes” zeigt übersichtlich, entweder nach Fälligkeit sortiert oder nach Projekt gruppiert die anstehenden ToDos an. Genial dabei ist außerdem, daß Things nur Information anzeigt, die auch eingegeben wurde. Hat eine Aufgabe ein Fälligkeitsdaum, so wird dies angezeigt. Selbiges gilt für Tags. Hat eine Aufbabe aber kein Tag z.B. so wird dort auch nichts angezeigt. Dies hift ungemein, die Übersicht zu wahren!
  • Der Punkt “Geplant” verwahrt alle dezidiert geplanten Aufgaben. Solche die z.B. zum momentanen Zeitpunkt nicht gelöst werden können, weil eine Person dazu fehlt oder weil ein anderes Projekt erst abgeschlossen werden muß.
  • Unter “Irgendwann” schließlich, kann man Projekte oder Aufgaben hinterlegen, die zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden sollen. Solche Aufgaben können nicht in Heute dargestellt werden und erscheinen auch nicht in der Übersicht “als nächstes”.
  • Letzter Punkt der Gruppe “Fokussieren” stellen “Projekte” dar. Projekte sind Quasi Ordner für Aufgaben. In einem Projekt können die diverseseten unterschiedlichen Aufgaben hinterlegt werden. So lassen sich bequem ganze Aufgabenbereiche voneinander abgrenzen und man kann sich ganz auf die Aufgaben des jeweiligen Projekts konzentrieren.

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Sofern Projekte angelegt wurden, zeigt Things in der Macversion auch eine Liste aller aktiven (mit offenen Aufgaben versehene) Projekte an.

Es ist auch möglich, eigene Aufgabenbereiche zu definieren oder Aufgaben bestimmten Personen (mit Anbindung an das OS X Adressbuch) zuzuordnen. Macht man dies, so wird aber keine “Einladung” oder “Aufgabe” an die betreffende Person versandt, dies dient also weniger zur “Kooperation” als zur “Delegation”.

Eine weitere Stärke von Things ist die Möglichkeit, Tags zu vergeben, auch Keywords oder Schlüsselwörter kann man die nennen. Tags können zudem verschachtelt sein; man kann z.b. sagen daß das Tag “Priorität” die Untertags “hoch, mittel und niedrig” haben kann, was in der Tag-Leiste dann auch optisch schön dargestellt wird. Natürlich läßt sich nach Tags auch filtern und das sogar gestaffelt. So kann man zunächst z.B. sagen, daß man nur Aufgaben sehen will, die MacManiacs beinhalten und danach, daß man nur die, mit hoher Priorität sehen will.

Aufgaben können natürlich auch schnell mit der Maus oder über die Toolbar in andere Projekte verschoben werden.

Eine weitere sehr einfache und schnelle sowie vor allem systemweite Möglichkeit Aufgaben zu erfassen ist die Schnelleingabe. Systemweit stehen dafür Tastenkürzel zur Verfügung. Ist man z.B gerade in iTunes unterwegs und sieht ein Album, das man kaufen möchte aber nicht auf die Wishlist legen will, so läßt sich damit das Schnelleingabefenster öffnen und ganz schnell eine Aufgabe erfassen.
Anderes Beispiel: Man liest ein eMail und möchte basierend darauf schnell eine Aufgabe erfassen. Text markieren, Tastenkombination drücken und schon wird die neue Aufgabe sogar automatisch ausgefüllt mit dem selektierten Text. Absolut genial.

Things hilft aber auch automatisch, die Liste sauber zu halten. Wird eine Aufgabe als erledigt  abgehakt, so wird sie am Ende des Tages (oder am Anfang des Nächsten, je nachdem, wie man das betrachtet) in das Logbuch geschoben. So kann jederzeit nachvollzogen werden, welche Aufgaben erledigt wurden, diese stören aber nicht die Übersicht in noch zu erledigenden Aufgaben.

Ich hätte ehrlichgesagt nicht gedacht, wie sehr mir Things das Leben erleichtert indem es mir hilft, alle laufenden Projekte zu organisieren. Vor allem durch die iPhone und iPad Synchronisation.

Things for iPad (v1.0.1)

Die iPad-Version von Things ist zuallererst bildhübsch. Sie ist eine der (momentan) noch wenigen wirklich wunderschönen Applikationen. Dezent und dennoch schön, übersichtlich, einfach. Nichts muß man vermissen und der Vergleich mit der Mac-Version muß keineswegs gescheut werden. Von der Grundsätzlichen Funktionalität ist Things for iPad also ident mit der Mac Version.

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Auch hier finden wir die selben Punkte in der Seitenleiste. Der rechte teil des Fensters wird als Notizblock dargestellt. Das filtern nach Tags, die Darstellung nach Fälligkeit, alles ist da, in der iPad Version.

Things for iPad (AppStore Link) Things for iPad
Hersteller: Cultured Code GmbH & Co. KG
Freigabe: 4+
Preis: 21,99 € Appstore >

Etwas, das anders als auf der Desktop-Version gelöst ist, ist die Projektverwaltung. Tippt man auf “Projekte” so werden diese, begleitet von einer hübschen Animation, “eingeflogen”. Wählt man nun eines der Projekte welches durch hübsche Notizbücher symbolisiert wird, an, so öffent sich dieses Notizbuch um den Inhalt darzustellen. Könnte eigentlich von Apple sein, so schön wie Culturedcode dies gelöst hast.

Selbstverständlich läßt sich Things am iPad sowohl im Hoch- als auch im Querformat verwenden.

Things for iPhone (v1.4.1)

Letzter im Bunde ist Things for iPhone. Auch  hier bei der günstigsten Things-Variante erwartet einen die gewohnte funktionalität. Es können Projekte erstellt werden, Aufgaben zugewiesen werden, Dinge erledigt werden.

Things (AppStore Link) Things
Hersteller: Cultured Code GmbH & Co. KG
Freigabe: 4+
Preis: 10,99 € Appstore >

Die Bedienung orientiert sich dabei an Apples Vorgaben für iPhone Programme. Das Design ist, verglichen mit der iPad Version eher nüchtern, allerdings wäre ein Interface wie am iPad am iPhone auch nicht umsetzbar gewesen ohne die Nutzbarkeit zu verschlechtern.

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Auch am iPhone bietet Things die bekannten Kategorien “Eingang”, “Heute, Als nächstes, Geplant und Irgendwann” sowie “Projekte” und das “Logbuch”. Man vermißt nichts, allerdings ist duch den kleinen Bildschirm natürlich das, was dargestellt werden kann an Informationen, limitiert. Da aber auch hier die Verwendung sowohl im Hoch- als auch im Querformat implämentiert wurde, läßt sich das Beste aus der iPhone Version rausholen!

Fazit:

Things hat für mich die Art und Weise in der ich mich organisiere revolutioniert. Nie hätte ich gedacht, daß eine Aufgabenverwaltung so einfach und intuitiv sein könnte. Mit den Versionen für das iPhone und vor allem das iPad wird das Angebot hervorragend abgerundet. Hiermit eine eindeutige Kaufempfehlung für Things – egal in welcher Version 🙂

9 Antworten auf „Aufgabenverwaltung: Things Testbericht“

  1. Hallo ein guter Testbericht habe inzwischen auch schon ein Ipad und da wäre es toll wenn es zwischen ipad und iphone sich ebenfalls synchronisieren lässt dies geht zur Zeit ja nur über die Desktopversion
    ansonst eine tolle Software

  2. @Bertram
    Ja, man muß lediglich jedesmal wenn das Unterbewußt sein sagt “ach, das merke ich mir auch so”, einfach das iPhone etc. anwerfen und es niederschreiben. Für mich hat das die Effizienz enorm gesteigert.

    @Funki
    Ja, das wäre natürlich auch fein, vor allem, wenn man unterwegs mal da und mal da seine Aufgaben einträgt. Alternativ wäre ein Cloud-Service zum Synchronisieren so wie bei MobileMe natürlich noch besser.

  3. Am Cloud-Service arbeitet Cultured Code schon – hoffentlich mit Hochdruck 🙂

    Mir persönliche fehlen vor allem die wiederholbaren Aufgaben am iPhone, soll aber auch mit Version 1.6 kommen. Bei der Mac-Version gibts das ja schon.

    Trotz des stolzen Preises, kann man Things bedenkenlos empfehlen.

  4. Ich habe bereits Things für Mac und das iPhone und bin am überlegen mir die iPad Version zu kaufen. Allerdings bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich das machen soll, da ich es in letzter Zeit nicht sonderlich häufig nutze (obwohl ich Anwendungsfälle genug hätte).
    Was mich noch interessiert ist:
    Benutzt du die Tags häufig zum Filtern? Also suchst du häufig nach allen Aufgaben mit hoher Priorität um diese dann zuerst abzuarbeiten oder nutzt du die Tags eigentlich gar nicht? So ist es zur Zeit nämlich bei mir und das sollte ich – glaube ich – dringend mal ändern um der Anwendung wirklich den Nutzen zu entlocken den sie bieten kann. Sicher sind das jetzt subjektive Eindrücke und Anwendungsgewohnheiten, nichtsdestotrotz würde es mich mal interessieren wie das bei dir so aussieht.

  5. @Philipp
    also ich nutze die Tags kaum, für meine Aufgaben, die bei mir anstehen, hat es bislang noch keinen wirklichen Sinn für mich ergeben. Ich vergebe zwar Tags, aber ich nutze sie nicht zu filtern.

  6. Hallo Roger!

    Danke für Ihre Artikel über Things! ich habe auch diese App während lange Zeit benutzt, die ich sehr praktisch gefunden habe. Jedoch jetzt benutze ich Beesy, dass ich vor kurzem entdeckt habe. Mit Beesy ist es noch einfacher. Ich kann aus eine Notiz automatisch meine Protokolle, To-Do, Projekte verwalten. Und ebenso für mein privat Leben als für mein Berufsleben. Wie so brauche ich nicht zwei Applikationen. ich finde es pratischer 😉

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