Da klappt’s auch mit den Pokémons: Anker PowerCore 20100 im Test

31eXN7S3hILWir schreiben das Jahr 2016. Was ist für viele von uns der schlimmste anzunehmende Vorfall vor Ende des Tages? Ein leerer Smartphone Akku. Leider, denn die Akkutechnik der immer schlanker werdenden Telefone kann irgendwie (derzeit) noch nicht so ganz mit der Miniaturisierung selbiger mithalten. Apple erhält zwar von Modell zu Modell die gleiche grundsätzliche Standhaftigkeit der Batterie aufrecht, dennoch kann es, speziell beim iPhone 6S schon am späten Nachmittag eng werden. Wenn dann auch noch Spiele wie das momentan so populäre „Pokémon Go“ hinzukommen (oder Facebook sich mal wieder als Fass ohne Boden hinsichtlich Akkuverbrauch entpuppt) ist da schnell „Ende-Gelände“.

Dank Zusatzakkus wie der hier getesteten „PowerCore 20100“ von Anker ist das glücklicherweise kein Problem mehr. Smartphones (und auch Tablets) können mehrfach aufgeladen werden, ohne je eine Steckdose aufsuchen zu müssen. Sehen wir uns also mal das Gadget von Anker an!

Verpackung, Lieferumfang, Inbetriebnahme

Verpackung

Ihr wisst ja, ich mag schöne und/oder smarte Verpackungen. Anker fällt eher in die zweite Kategorie. Einerseits ist die Verpackung ultra kompakt, es wird kein Platz verschwendet, andererseits zeichnet sie sich durch die Verwendung von fast ausschließlich Karton aus. Perfekt. Lediglich der eigentliche Akku sowie das sehr starke 24W Netzgerät (mit 2 USB Anschlüssen) sind mit Folie umwickelt. Immer wieder schön auch die Karte „Happy/Not Happy“ mit der der Hersteller schon beim Auspacken fragt, ob man zufrieden ist. Unaufdringlich und sympathisch. Mag ich!

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Lieferumfang

In der Verpackung finden wir neben der PowerCore sowie dem Netzgerät noch ein kurzes MicroUSB Kabel sowie eine sehr weiche und hochwertig verarbeitete Tragetasche mit praktischem Verschlussband.

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Inbetriebnahme

Ich empfehle dringend, die Powercore mit dem beigepackten Netzgerät zu laden da dieses wunderbar viel Strom liefert. Ideal übrigens auch für iPads 😉 Am Mac mit den starken USB Anschlüssen klappt’s natürlich auch gut – beim Laden über z.B. das standard iPhone Ladegerät braucht man allerdings SEHR VIEL Geduld.

Ich habe den Akku einfach über Nacht (er kam etwa halb voll geladen) am iMac aufgeladen. Lt. Hersteller dauert eine Vollladung mit einem starken 2A liefernden Netzgerät bis zu 12h.

Design & Qualität

Nun, seien wir uns ehrlich: Eine Powerbank ist ja nun wirklich nicht ein Gerät das man ob seines herausragenden Designs kauft. Meist wird eine Powerbank aus rein rationellen und praktischen Beweggründen angeschafft: Um unterwegs die mobilen Geräte mit Strom versorgen zu können. Sei es eine Digitalkamera, ein MP3 Player oder eben unsere geliebten Smartphones (zum Pokémon Go spielen z.B.).

Entsprechend kann man hinsichtlich Ankers Powercore 20100 sagen: Ist hübsch, für eine Powerbank. Mehr nicht. Das ist aber auch nichts Negatives, ganz und gar nicht!

Der Querschnitt ist oval, eine der Stirnflächen beherbergt die beiden USB Anschlüsse sowie den MicroUSB Anschluß zum Aufladen.

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Die rechte Seite beherbergt einen Taster mit dem entweder der Ladezustand abgerufen werden kann oder eben der Ladevorgang des angeschlossenen Gerätes gestartet werden kann – dieser startet nämlich nicht automatisch beim Anschluß eines Gerätes. Neben dem Ankerlogo beherbergt die Oberseite schließlich noch vier blau leuchtende LEDs die in 25% Schritten den Ladezustand anzeigen.

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Wer einen noch granulareren Akkuladezustand haben will, müsste schon zur Powercore+ greifen, ebenfalls mit der selben Kapazität erhältlich.

Die Fertigungsqualität ist außerordentlich gut; das matte Finish fühlt sich gut an und sieht gut aus, wird aber im täglichen Gebrauch leider auch recht schnell in Mitleidenschaft gezogen. Dafür kann der Hersteller aber natürlich nix.

Spezifikation

  • Lieferumfang: Akku, USB Kabel sowie Booklet, Tragetasche und starkes 24W Netzgerät
  • Leistung: PowerIQ und Voltage Boost Technik. 2 Ports á 2,4A bzw. 4,8A gesamt bei 5V Spannung
  • Eingangsstrom: 5V, 2A
  • Kapazität: 22,1Ah (kann das iPhone über 7mal aufladen) (74,37Wh)
  • Gewicht: ca. 350g
  • Abmessungen: 166 x 58 x 22mm

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Performance & Ladeleistung

  1. iPhone 6S mit 18% Ladung verbunden, mit parallel Navigation + Telefonie in 1h 20min geladen auf 90%
  2. Samsung Galaxy Alpha von 0% Ladung auf 100% in 1,5h
  3. iPhone 6S mit 20% Ladung verbunden, binnen 2h trotz Pokémon Go auf 100% geladen (Restladung Powercore: etwa 70%)
  4. iPhone 6S von 13% auf 70% binnen 1h, Ladestandsanzeige unverändert
  5. iPhone 6S von 10% auf 100% in ca. 2,5h, Ladestandsanzeige unverändert
  6. iPhone 6S von 7% auf 100%, nun ca. 50% Restladung
  7. iPhone 6S von 16% auf 100% geladen
  8. iPhone 6S von 14% auf 100% geladen, es wird noch 1LED von 4 angezeigt, geschätzt 15-18% Restladung
  9. iPhone 6S von 10% auf 22%, Anker Powercore ist nun leer

Insgesamt empfinde ich dies als hervorragende Werte aus der Praxis. Trotz intensiver Nutzung des iPhones könnte man so mit der Powercore durchaus eine ganze Urlaubswoche spielend überbrücken ohne jemals eine Steckdose aufsuchen zu müssen. Obwohl der Hersteller bis zu sieben komplette Ladungen verspricht konnten wir im Test das iPhone 9 mal nachladen, allerdings niemals von 0% auf 100%:

Erhobener Zeigefinger: Tiefentladung (bis nahe 0%) eines LiPo oder LiIon Akkus verringert die Lebensdauer des Akkus meist erheblich! Das Gerät bei einer Restladung von etwa 10% anzustecken ist ist wesentlich besser. Das iPhone hingegen vollgeladen am Ladegerät zu belassen ist absolut kein Problem. Die Intelligente Ladetechnik schaltet die Ladung bei vollem Akku ab – das spart Strom und schont ebenfalls den Akku. Ich bleibe dabei – und viele Jahre iPhone Nutzung ohne die Notwendigkeit eines einzigen Akkutausches geben mir recht: Einfach am Abend anstecken beim Schlafengehen und morgens abstecken. Gut ist.

Mit bis zu 2,4A Ladestrom bei 5V leistet Ankers Powercore 12W Ladeleistung was beachtlich ist. Ich werde bei Gelegenheit auch versuchen eines der aktuellen MacBooks mit USB C aufzuladen, mal gucken, wie sich hier die Powercore schlägt – der Bericht hier wird dann entsprechend ergänzt.

Nachteile?

Nun, eigentlich keine wirklichen Nachteile aber zwei Punkte, die man bedenken sollte:

  1. 20,1Ah Strom muss auch nachgetankt werden. Wenn die Powercore also leer ist muss man schon mal 11-12h an einem 2,4A liefernden Ladegerät einkalkulieren um das Ding wieder flott zu machen.
  2. Wenn die Powercore aufgeladen wird kann zeitgleich kein Strom getankt werden. Irgendwie logisch, aber wer z.B. nur einen USB Lader auf Reisen eingesteckt hat, muss sich entscheiden, was zuerst an die Steckdose darf.

Kundenservice

Ganz am Rande sei erwähnt, dass Anker durch einen außerordentlichen Kundenservice zu überzeugen vermag. Nicht nur, dass einen schon beim Auspacken ein Zettel „Happy? Not happy?“ anlacht, nein, Anker reagierte in der Vergangenheit auch proaktiv auf wirklich marginale „Mängel“, in meinem Fall an einem USB Netzgerät und ersetzte selbiges ohne, dass ich diesen Wunsch überhaupt zu äußern gehabt hätte nur auf meine Amazon Kritik hin. Außerordentlich in der heutigen Zeit und für mich ein Grund mehr, zu Anker Produkten zu greifen.

FAZIT

Anker überzeugt mich auf ganzer Linie. Nicht nur liefert die PowerCore bei ähnlichem Gewicht bzw. nur unwesentlich größeren Abmessungen die doppelte Leistung und Kapazität zur zuvor getesteten Kwmobile Powerbank, dabei ist Ankers Powercore auch noch hochwertiger gefertigt und bietet überragende Performance. Sicherer und schneller kann man sein iPhone oder Tablet unterwegs nicht laden. Dank beigepacktem (starken) Netzgerät und USB Kabel muss zudem nicht extra irgendein Zubehör angeschafft werden. Preis & Leistung sind hier absolut perfekt – wer wirklich massig „Backupstrom“ mitnehmen will kann hier ohne Probleme zuschlagen!

  

2 Antworten auf „Da klappt’s auch mit den Pokémons: Anker PowerCore 20100 im Test“

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